Hallo 2017: Neujahrswünsche

Viele Menschen starten das neue Jahr mit einer langen Liste von Vorsätzen. Vorsätze, welche die meisten nicht länger als zwei oder drei Wochen einhalten. Wenn überhaupt. Zumindest war es bei mir bisher immer so. Nahm ich mir vor, mehr Pünktlichkeit an den Tag zu legen, so brach ich diesen Vorsatz bereits am 1. Januar, indem ich meinen Wecker irgendwie nicht hörte. Der Vorsatz nicht zu rauchen hielt Anfang des Jahres 2009 genau zwei Wochen. Dann fing die Schule wieder an. Und überhaupt: Wer schon immer ein Sportmuffel war, wird in der ersten Januarwoche nicht zum Sportass werden. Veränderung passiert nicht einfach so, sondern ist ein Prozess, der durchgehalten werden will. Deshalb finde ich die klassischen Vorsätze zum Jahresanfang irgendwie sinnlos und habe stattdessen einige Wünsche an das neue Jahr.

1.

In meinem privaten Umfeld hat sich in diesem Jahr einiges geändert. Zum Positiven wie zum Negativen. Bei Zweiterem handelte es sich meist um Dinge, die sich langsam ankündigten. Freundschaften, die längst schon keine mehr waren und Bekanntschaften, die sich mehr und mehr als negativ herausstellten. 2016 habe ich gelernt, mit diesen Dingen umzugehen. Früher reagierte ich traurig und gekränkt. Mittlerweile gehe ich Treffen mit solchen Personen aus dem Weg und auch emotional trifft es mich nicht mehr. Mein Wunsch für 2017? Weiterhin über diesen verunglückte Freundschaften stehen. Und, wenn etwas gar nicht passt: Hin und wieder den Mund aufmachen und mal Klartext reden. Außerdem: Wieder ein bisschen mehr ausgehen, das Leben feiern und noch mehr tolle Menschen kennenlernen, als schon in 2016 geschehen.

2.

Anfang letzten Jahres entdeckte ich das Training bei BodyMethod für mich. Auf dem Megaformer trainiert man verschiedene Bewegungsabläufe, die etwas von Pilates und Krafttraining haben. Superspaßig wie ich finde. Nach meinem 6-Monatsvertrag stand jedoch die Asienreise an, weshalb ich kündigte. Die letzen beiden Monate verbrachte ich ohne Sport, was jedoch weder für meine körperliche Kondition, noch für meine Laune hilfreich war. Deshalb möchte ich Anfang 2017 wieder einige Sportarten austesten um mich dann im Laufe des Jahres auf eine zu konzentrieren. CrossFit und Yoga reizen mich, aber für beides wird mir vermutlich die Zeit fehlen. Da Yoga (für mich) nach weniger Sport und mehr Entspannung aussieht, tendiere ich zu CrossFit. Den Januar werde ich allerdings, wie auch schon letztes Jahr, erst einmal dafür nutzen, mich ein wenig von zu Hause aus fit zu machen. So ganz ohne Kondition möchte ich nämlich nirgendwo hin, wo es sportlich zugeht. 😉

3. 

2016 ist viel passiert. Flüchtlingskrise und Terror bestimmen das Nachrichtenbild und den Alltag. Auch für uns in Deutschland ist es oftmals nicht einfach damit umzugehen. Und wie das immer ist, wenn unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungswerten und Meinungen aufeinandertreffen: Es wurde diskutiert. Grundsätzlich ist das auch gut so. Ich kann mich jedoch an kein anderes Jahr erinnern, in dem politische Diskussionen so hart geführt wurden wie in 2016. Ob in meinem privaten Umfeld oder in den sozialen Medien: Menschen beschimpfen sich gegenseitig aufs übelste, alleine aufgrund der Tatsache, dass ihre Meinung auseinandergehen. Wir können weder die Armut auf der Welt, noch den Terror im Alleingang besiegen. Auch haben wir vielleicht nicht alle die Kapazität für Geldspenden für Bedürftige. Aber vielleicht gerade deshalb: Ein bisschen offener auf andere Zugehen, ein bisschen mehr Verständnis, Einfühlungsvermögen und Freundlichkeit seitens aller Beteiligten. Das wäre mein Wunsch für 2017. Nicht nur in der theoretischen Diskussion, sondern auch in der Realität.

4.

Und sonst? Natürlich wünsche ich mir viele Reisen zu vielen neuen Orten. Die ein oder andere Designertasche. Und damit einhergehend meinen Traumjob und/ oder einen Lottogewinn. Denn sonst wird das wohl nicht realisierbar. Was das Ganze aber auch ganz gut ausdrückt: Endlich meine Richtung finden. Ich kenne viele, die vor, während oder nach dem Studium irgendwie ein bisschen gestruggelt haben. Mit sich selbst, der Gegenwart und der Zukunft. Auch wenn mir während meines Masterstudiums vielmehr Felsbrocken als Steine in den Weg gelegt wurden, habe ich es immer irgendwie geschafft, alles in einer mehr oder weniger straighten Linie fertigzumachen. Abi,Gap Year, Bachelor, Master, Loch. Seit November ist meine Masterarbeit abgegeben. Seitdem versuche ich eine klare Linie für die Zukunft zu finden und weiß nicht mehr, was richtig oder falsch für mich ist. Finanzielle Sicherheit ist mir wichtig, ein Reihenhaus in der Vorstadt kommt für mich jedoch nicht in Frage. Das Ausland und neue Herausforderungen reizen mich sehr. Etwas bequemes ohne Dresscode jedoch auch nicht schlecht. Für 2017 Wünsche ich mir das zu finden, was zu mir passt. Oder ganz viel auszuprobieren.

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Übrigens: Pünktlich werde ich nie sein, weshalb ein Job ohne Gleitzeit für mich das Ende wäre. Und mit dem Rauchen habe ich irgendwann im Laufe der letzten beiden Jahre mehr oder weniger aufgehört. Schmeckte einfach nicht mehr. Außer ab einer gewissen Menge Alkohol oder bei intensiven Diskussionen. Aber das ist völlig ok. Auch in 2017.

happy new year

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