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Gedanken

Ich bin Schwanger!

Ja, das ist Clickbaiting. Bin ich nicht. Und habe ich auch in nächster Zeit nicht vor zu werden. Obwohl ich, wenn ich mich nach der allgemeinen Meinung richten würde, wohl langsam mal dran wäre. Auf die dreißig zugehend, in einer festen Beziehung mit zumindest einem sicheren Gehalt, scheint das für einige Menschen der ganz selbstverständliche, nächste Schritt zu sein. Dass es auch die Möglichkeit gibt, nicht schwanger zu werden, daran denken viele nicht. Aber immer wieder höre und lese ich von Frauen, die ähnlich denken wie ich und sich, völlig zu Recht fragen: Geht das andere wirklich etwas an?

Ich und Schwanger? Das habe ich bisher wirklich nie gesehen. Die Wahrheit ist, dass ich mit Kindern noch nie besonders viel anfangen konnte. Ich habe einfach mit keinem mehr gesprochen, seitdem ich selbst keins mehr bin. Ohne jüngere Geschwister, ältere Geschwister die Kinder haben oder sonstige Kinder im Verwandten- oder Bekanntenkreis hätte ich mich höchstens mit einer Tüte Süßigkeiten auf einen Spielplatz setzen können, um fremde Kinder anzulocken. Und dass das keine gute Idee ist, kann ich sogar mit meinem minimalen Wissen über die kleine Spezies Mensch sagen.

Um die 30 und NICHT schwanger – Eine Familienangelegenheit

Diese ominösen Familienfeiern, an denen einer fragt, wann es denn bei dir soweit seie und sich plötzlich die Blicke aller Verwandten auf dich richten und dir deine Großtante wohlwollend in die Wange kneift, gab es bei mir nie. Vielleicht liegt es daran, dass meine Familie eher klein ist oder daran dass seit jeher jeder eher mit sich selber beschäftigt ist. Oder tatsächlich daran, dass der Großteil einfach ein Mindestmaß an Taktgefühl an den Tag legt.

Lediglich meine Oma reagierte auf meine Ausführungen, dass ich Kinder total scheiße finde, weil die Unmengen an Geld kosten und ich dann ja auch nicht mehr feiern gehen könnte, entsetzt. Aber damals war ich ungefähr fünfzehn und sie schob es auf die Pubertät. Mittlerweile ist auch sie der Auffassung, dass man Kinder auch noch mit über dreißig bekommen kann und sagte vor einer Zeit tatsächlich “Ist ja auch völlig egal, Hauptsache du bist glücklich.” Richtig Oma.

Dass meine Oma sich wünscht, dass ich den Familienstammbaum weiterführe, finde ich allerdings tatsächlich verständlich. Und ein gewisses Maß an Interesse seitens der Familie finde ich genauso akzeptabel. Natürlich ist es meine Entscheidung, natürlich in erster Linie mein Leben. Aber es betrifft eben irgendwo auch ihres. Bei allen Anderen sieht das jedoch anders aus. Fremden Menschen, die es für richtig halten, ihre Meinung in dieser Sache anbringen, haben für mich keinerlei Taktgefühl und in ihrer Kindheit offenbar keine Erziehung genossen. Und irgendwie finde ich es schon unter aller Sau, dass fremde Menschen überhaupt so weit denken, dass sie eine Meinung zu meinem Uterus entwickeln.

Um die 30 und NICHT schwanger – Die Meinung der Anderen

Ich weiß: Eine böse Absicht steckt hinter dem Interesse im seltensten Fall. Aber mal ehrlich: Was sollen solche Fragen? Was erwarten diese Menschen? Dass ihre Gegenüber aufspringt, sich die Hand vor die Stirn schlägt und sagt: “Mensch, Gott sei dank dass du mich daran erinnerst! Hätte ich fast vergessen. Wird ja echt Zeit! Kommt jetzt ganz oben auf meine To Do Liste!” Vermutlich nicht. Eine Frau die nicht schwanger ist, wird ihre Gründe dafür haben. Im besten Fall möchte sie einfach kein Kind haben. Ist sich unsicher. Weiß nicht, ob ihre Partnerschaft wirklich Zukunft hat. Ist finanziell vielleicht gar nicht in der Lage dazu. Oder körperlich nicht.

Vor einigen Wochen traf ich aus Arbeitsgründen auf ein mir vorher noch unbekanntes Team. Das Gespräch drehte sich um eine schwangere Kollegin, die gerade kurz vor der Niederkunft war. Völlig unvermittelt drehte sich einer des Team zu mir um und frage “Hast du Kinder?” als ich verneinte fragte er tatsächlich, wie alt ich sei und kam zu dem Schluss: “Wird aber langsam Mal Zeit, zu spät ist ja auch blöd.” Dummheit oder pure Ignoranz? Vermutlich beides!

Menschen reagieren oft merkwürdig, wenn man sagt, dass Kinder eigentlich nicht zur Lebensplanung gehören. Oft bekommt man als Frau sogar die Urteilsfähigkeit abgesprochen. “Wie, du willst keine Kinder?” fragte mich eine Bekannte vor einiger Zeit und setzte mit einem gutmütigen Lächeln nach “Jaja, also DAS überlegst du dir ja sicher noch einmal”.

Und auch ein eigentlich guter und vor allem langjähriger Freund von mir, kommentierte meinen Hund beim ersten Treffen mit “Und wann steht die Schwangerschaft an?” Auch hier: Unverständnis über meine ablehnende Haltung und der Gedanke. Aber Kinder, das MUSS doch irgendwann sein. Nachdem wir uns eine Zeit lang ernsthaft darüber unterhalten hatten lenkte er ein “Naja, also ich habe eigentlich auch nichts mit Kindern am Hut. Aber das gehört doch irgendwie dazu. Und vor allem ist man sonst im Alter total einsam.”

Ist das so? Sollte ich mich also reproduzieren, damit ich nicht als Crazy Cat Lady mit achtzig total alleine da stehe? Das ist aus so vielen Gründen falsch und trotzdem glaube ich, dass dieser Gedanke bei einem großen Teil der Menschen mit in die Zukunftsplanung hineinspielt. In einer Welt in der die Scheidungsrate bei sportlichen 40% liegt, immer mehr Elternteile Alleinerziehend sind und Familienstreitigkeiten einer ganzen Branche das Einkommen sichern und weltweite Jobs langsam aber sicher Normalität werden, wäre ich mir, offen gesagt, nicht allzu sicher, ob meine potentiellen Kinder in fünfzig Jahren  Zeit und Interesse daran haben, sich um meine Wehwehchen zu kümmern. Schon klar: Sowas passiert immer den Anderen. Bis es dann einem selbst passiert. Natürlich sollte das niemanden davon abhalten Kinder zu bekommen. Aber eben auch nicht der Grund sein.

Um die 30 und NICHT schwanger – Der Blick auf die Anderen!

Ich kenne Leute, die bereisen mit ihren Kindern die Welt, schauen was der nächste Tag bringt und schaffen es immer irgendwie zu überleben und sind dabei auch noch verdammt glücklich. Und ich bewundere diese Menschen. Absolut. Und momentan werden in meinem weiteren und sogar in meinem engeren Umfeld immer mehr Freunde und Bekannte Eltern. Auch das freut mich. Für sie.

Aber ich sehe auch: Die meisten Menschen, die mir permanent versichern wollen, dass Kinder das Non Plus Ultra sind, haben komplett andere Voraussetzungen. Sie leben meist irgendwo außerhalb der Großstadt. Viele genau dort, wo sie schon immer gelebt haben. Dort, wo ihre Familien leben und dort, wo sich viele Fragen, die sich mir und auch vielen anderen Frauen meiner Generation stellen, einfach erübrigen.

Manche dieser Leute kenne ich persönlich. Manche durch die Social Media Welt. Und manchmal denke ich: Das will ich auch. Und dann macht es mich ein bisschen wütend, wenn gerade solche Leute mich fragen, wann denn meine Schwangerschaft ansteht. Das ist ungefähr so, als ob ich fragen würde, wann sie endlich mal aus ihrem Fünfhundert-Einwohner-Kuhkaff ausbrechen wollen, um für ein Jahr oder zumindest ein paar Monate die Welt anzuschauen und ihren beschränkten Horizont zu erweitern. Zur Selbsterkenntnis und so! Weil irgendwann ist es dazu zwischen der Frage nach dem perfekten Gartenzaun und dem besten Kuchenrezept auch zu spät. Würde ich aber nie sagen und denke ich auch eigentlich nicht. Denn die sehen auch ohne Weltreise ganz glücklich aus. Das sind eben andere Prioritäten.

Ich will damit nicht sagen, dass ich ein schlechtes Leben führe. Eigentlich mag ich mein Leben ganz gerne. Ich habe die Freiheit dort zu arbeiten wo ich will. Wann ich will. Und ich habe die überaus weise Erkenntnis gewonnen, dass es immer irgendwie funktioniert. Vermutlich würde es das auch mit Kind. Irgendwie. Aber wenn ich morgen aufwache, habe ich keinen Job, auf den ich mich verlassen kann. Wenn ich zum Anfang des Monats auf mein Konto schaue, dann freue ich mich nicht auf das sichere Gehalt, dass mir irgendjemand auszahlt, sondern plane, welchen Kunden ich welche Rechnungen schreiben werde. In einigen Monaten bleibt viel übrige. In anderen gar nichts. Und wenn ich meine Familie sehen will, dann kann ich nicht einfach mal schnell hingehen, sondern muss über 400km Richtung Süden fahren. Ich könnte ebenso gut auf Mallorca leben (und habe mich das wirklich mal überlegt, denn von dort aus wäre ich ebenso schnell dort wie aus Hamburg). Versteht mich nicht falsch: Ich finde das nicht schlimm und dieses Leben hat viele Vorzüge, die ich sehr schätze. Vieles habe ich mir selbst ausgesucht und manchmal hatte ich auch einfach keine Wahl. Aber, mal ganz abgesehen von meinen persönlichen Zielen, Wünschen und diesem Gefühl, dass ich immer noch im Aufbruch bin und morgen vielleicht ganz wo anders: Es ist einfach kein Leben,  in das ein Kind passen würde.

Ich habe Kinder für mich nicht endgültig ausgeschlossen, nur ist es so, dass wir Frauen nicht ewig Zeit haben. Und die Tatsache, dass ob, wann und warum (nicht) tatsächlich eine Privatsache ist.

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19 Comments

  • Reply Desiree

    Hallo Jana,

    danke für diesen sehr persönlichen Beitrag. Ich bin inzwischen 34, habe auch keine Kinder und mein Partner und ich sind tatsächlich nicht sicher, ob wir welche möchten. Auch wir werden mit Fragen genervt: Wann heiratet ihr? Wann gibt`s Nachwuchs? Und ich denke nur manchmal: Was geht es euch an? 😛 Ich kann deine Gedanken also total nachvollziehen!

    Liebe Grüße
    Desiree

    11. Juni 2018 at 7:19
    • Reply Jana Kalea

      So siehts aus! 🙂 Ich habe von so vielen Frauen gehört, denen es ähnlich geht. Irgendwie traurig, dass es gesellschaftlich immer noch nicht als total normal angesehen wird!

      13. Juni 2018 at 23:02
  • Reply Christina

    Hallo Jana,
    Mir geht es ähnlich wie dir. 31 Jahre, allerdings erst frisch in einer Beziehung, kein (akuter) Kinderwunsch.

    Mir hat letztes Jahr eine Kollegin (Anfang 20 und daher die Weisheit mit den großen Löffeln gefressen) gesagt, dass ich mich dann bloß nicht beschweren sollte, wenn ich mit 50 in einer kleinen 2-Zimmer-Wohnung hocke und mich niemand besucht.
    Ich habe nur gemeint, dass ich ohne Kinder, die mein Einkommen auffressen, viel eher in einer großen Wohnung lebe oder viel reise. Außerdem haben viele Menschen Kinder und sehen sie nicht jede Woche. Meine Mutter hat zwei Kinder. Sie lebt in Norddeutschland, mein Bruder (älter als ich, keine Kinder!) in Bayern, ich in Großbritannien. Meine Mutter war aber so klug, nicht uns ihre Belustigung aufzudrücken, sondern sie hat eigene Freunde, Hobbys und Verpflichtungen.
    Kinder zu bekommen, um nicht einsam zu sein, ist den Kindern gegenüber absolut unfair und grundsätzlich auch sehr egoistisch.

    Ich habe auch schon oft gehört, dass ich meine Meinung bestimmt noch ändern werde. Ich bin 31, da weiß man meistens, was man tut.

    Sollte ich aus versehen schwanger werden, bleibt es. Werde ich nicht schwanger, gut. Aber die Welt ist eh überbevölkert und mit so vielen Menschen überfordert. Da müssen wir nicht noch mehr produzieren.

    Zieh dein Ding durch, es ist dein Leben!

    Alles Gute
    Christina

    11. Juni 2018 at 9:02
    • Reply Jana Kalea

      Vielen Dank, dass du deine Gedanken teilst. Ich gebe dir in allen Punkten Recht. Dieses “Meinung noch ändern” finde ich langsam tatsächlich etwas lächerlich. Ich habe mir das mit dreizehn (zu Recht) anhören müssen. Und auch noch mit dreiundzwanzig. Aber so langsam finde ich, könnte man mir schon ein bisschen Urteilsfähigkeit zutrauen. 🙂 Aber vermutlich müssen wir uns das bis Anfang vierzig anhören (und danach wahrscheinlich “Hättest du mal”).

      Übrigens finde ich die Sichtweise deine Mutter toll! Klar ist es toll, wenn Kinder im Alter für ihre Eltern da sind, aber davon auszugehen oder gar sich an sie zu klammern ist wirklich egoistisch!

      Liebe Grüße

      13. Juni 2018 at 22:40
  • Reply Claudia

    Ob und wann man ein Kind haben möchte entscheidet ja Gott sei Dank heute und in unserer Gesellschaft jede Frau selbst. Ich habe auch ein paar Freundinnen, die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben. Und sie haben es bisher nicht bereut.
    Liebe Grüße Claudia

    11. Juni 2018 at 18:37
    • Reply Jana Kalea

      Ich glaube auch nicht dass man es bereut. Bzw. weiß ich nicht, wie man etwas bereuen soll, was man dann ja gar nicht kennt. Ich denke mal kann sowohl mit als auch ohne Kinder ein gutes Leben führen. 🙂

      13. Juni 2018 at 22:44
  • Reply Victoria

    Liebe Jana, du sprichst mir aus der Seele! Ich werde jetzt 30, bin seit 13 Jahren in einer Beziehung und heirate dieses Jahr…du kannst dir vorstellen, welche Frage ich bald nur noch gestellt bekomme.
    Letztes Jahr habe ich einen neuen Job angefangen und wurde nur aufs Kinderkriegen reduziert. Das wäre ja schlecht für eine verlängerung meines Vertrags bla bla bla. Ruhe war erst, als ich jedes Mal den Satz fallen lies, was denn wäre, wenn ich gar keine Kinder bekommen könnte?!
    In meiner Planung gibt es zur Zeit keine Kinder und vielleicht ändert sich das mal und vielleicht auch nicht.
    Egal wie, beides ist gut!

    Liebe Grüße
    Victoria

    11. Juni 2018 at 18:52
    • Reply Jana Kalea

      Heftig! Ich hätte auch nie gedachte, dass man als Frau im Job so krass auf Kinder reduziert wird. Dabei ist es ja tatsächlich völlig egal ob man überhaupt welche bekommt. Falls ich nochmal eine Bewerbung schreibe, sollte ich das vielleicht auf meinem Lebenslauf vermerken. 🙈

      Davon abgesehen: Ich finde es total beruhigend, dass es noch mehr Frauen gibt, die so denken wie ich und bin mir sicher, dass du, egal ob mit oder ohne Kinder ein schönes Leben haben wirst. Eine tolle Hochzeit wünsche ich dir. 😊

      13. Juni 2018 at 22:51
  • Reply Who is Mocca?

    Schöner Post! Ich weiß auch nicht, warum man sich als Frau bei diesem Thema immer rechtfertigen muss. Ich mag aktuell auch keine Kinder haben und weiß auch nicht, ob ich jemals mein Leben soweit zurückstellen kann um für ein kleines Lebewesen da zu sein. Aber was kommt das kommt und wenn es passiert dann wird’s schon klappen 😀

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com und thepawsometyroleans.com

    11. Juni 2018 at 20:49
    • Reply Jana Kalea

      Da hast du Recht. Wenn ich sehe wie toll du das mit deinen Hunden hinbekommst, bin ich mir sicher, dass auch ein Kind für dich keine große Herausforderung wäre. 😊

      Aber das mit dem eigenen Leben zurückstellen ist ein wichtiger Punkt. Es gibt definitiv einige, denen das, wenn es soweit ist, doch nicht so leicht fällt. Dann lieber direkt ehrlich zu sich selbst sein.

      13. Juni 2018 at 22:56
  • Reply Julia

    Ich glaube ich bin das totale Gegenteil von dir. Bzw. ein bisschen. Ich will nämlich Kinder haben, in naher Zukunft, nur mein Partner nicht. Er hat Angst dann nicht mehr unabhängig zu sein. Ich muss aber ehrlich gesagt sagen, dass ich eben NICHT im Alter allein sein möchte. Ich komme aus einer Großfamilie und war immer von Verwandten umgeben und will das auch im Alter.

    Das man aber jemanden eine “Aufgabe” aufzwingt, mag ich auch nicht und würde ich auch nie tun. Jedem ist es selbst überlassen ob er Kinder in die Welt setzen will oder eben nicht.

    Alles Liebe,
    Julia
    https://www.missfinnland.at

    12. Juni 2018 at 8:44
    • Reply Jana Kalea

      Wie im Text geschrieben finde ich es schwierig zu sagen “Ich will nicht alleine sein, deshalb bekomme ich Kinder”. Klar ist der Gedanke an eine Großfamilie, die sich im Alter kümmert schön, aber ob das dann wirklich so hinhaut ist eine andere Frage. Deshalb finde ich es super wichtig sich auch so ein soziales Umfeld aufzubauen. Alleine ist man dann ja auch nicht.

      13. Juni 2018 at 23:01
  • Reply Silviu Reghin

    Spannender Beitrag. Ich selbst halte von dieser gesellschaftlichen Verpflichtung, Kinder ab einem bestimmten Alter bekommen zu müssen, nichts.

    Jeder sollte für sich selbst entscheiden können, wann er Kinder bekommen möchte und ob man überhaupt Kinder bekommen will. Ja Kinder sind eine unglaubliche Bereicherung fürs Leben, dennoch bin ich der Meinung, dass man auch ein sinnerfülltes Leben ohne Kinder führen kann.

    lg Silviu

    http://www.silviu-reghin.com

    13. Juni 2018 at 9:55
    • Reply Jana Kalea

      Genau so ist ist. 😊

      13. Juni 2018 at 23:02
  • Reply Lia

    Ich kann mir vorstellen, dass es für manche Frauen sehr schwierig sein muss, in ein gewisses Alter zu kommen und ständig den Druck zu verspüren mit heimlichen Gedanken anderer wie “Warum hat sie noch keine Kinder?”. Bin zwar erst Mitte zwanzig, denke aber dennoch schon daran, wie es in ein paar Jahren sein könnte…immerhin zieht sich auch der Bildungsweg um Jahre hinaus und bis schließlich ein anständiger Job gefunden und nebenbei Geld gespart ist, vergehen auch schon mal ein paar Jahre. Ganz zu schweigen, ob man dann – wenn alles andere passen würde – selbst soweit ist. Kann mich in das Thema also sehr gut hineinversetzen…
    Liebe Grüße,
    Lia von http://www.lia-lemon.com

    13. Juni 2018 at 21:56
    • Reply Jana Kalea

      Ich bin auch noch keine dreißig, aber so langsam fängt es bei mir tatsächlich an, dass die Leute fragen stellen. Und dieses “selbst soweit sein” ist genau der wichtige Punkt. Einige sind das schon mit zwanzig, andere mit dreißig, einige mit fünfunddreißig und wieder andere eben auch nie. 😊

      13. Juni 2018 at 23:10
  • Reply Comfort Zone - Monthly Review #6 in 2018 - Comfort Zone

    […] der Sommer verschwand für eine paar Wochen und kam dann doch wieder, ich machte zu wenig Sport. Ich wurde mit Ansage nicht schwanger, stellte meine liebsten Sommerkleider vor, vertraute unter Umständen nicht genug auf mein […]

    2. Juli 2018 at 10:29
  • Reply Lena

    Wow was für ein emotionaler und spannender Beitrag. Seit langem hat mich keiner mehr so gepackt wie dieser. Ich möchte später unbedingt Kinder. Ich bin ein totaler Familienmensch und kann mir schon alles sehr gut vorstellen. Das witzige ist, dass ich als Jugendlicher immer gesagt habe, ich MUSS ein Kind bis 25 kriegen. Ich will jung Mutter werden. Nun bin ich 21 und habe ganz andere Pläne. Ich möchte eine Weiterbildung machen die mindestens 3 Jahre dauert, wo gar keine Zeit für ein Kind wäre. Außerdem kann ich mir finanziell ein Kind zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht vorstellen, da ich diesem auch etwas bieten möchte. Ich lebe auf gar kein Fall schlecht, aber ich möchte auch für andere Dinge sparen und wenn da jetzt noch ein Kind wäre… OH GOTT.. Tatsächlich aber muss ich zugeben, dass ich zu der Sorte gehöre, die dann auch fragt, wie es mit Kindern aussieht oder komisch guckt, wenn man keine möchte. Ich habe aber langsam meine Sichtweise geändert und kenne nun auch Menschen die keine Kinder haben und auch keine wollen! Für mich war es sehr wichtig einzusehen, dass einem diese Entscheidungen gar nichts angehen und jeder bitte dieses Leben führen soll, mit welchem er glücklich ist. Diese simple Erkenntnis hat mir so gut getan und lässt mich auf vieles viel einfacher Blicken.
    Danke für deine Gedanken.
    Ganz liebe Grüße Lena von https://allaboutlifeblog.de/

    20. Juli 2018 at 14:07
    • Reply Jana Kalea

      Hi Lena, endlich komme ich auch mal dazu auf deinen Kommentar zu antworten. Entschuldige, dass es so lange gedauert hat und noch VIELEN DANK für deinen Beitrag.

      Ich kann dich schon irgendwo verstehen. Gerade wenn man selbst mit einer großen Familie aufgewachsen ist, ist es glaube ich für viele selbstverständlich irgendwann auch eine haben zu wollen. Und ich finde den Gedanken irgendwie auch schön. Vielleicht bin ich auch zu viel Kopfmensch, aber auch mit Ende zwanzig bin ich nicht an dem Punkt, wo ich sagen würde, dass ich mir Kinder “leisten” könnte. Nicht weil ich sie nicht ernähren könnte, aber weil ich ihnen (und mir) nicht den Luxus bieten könnte, den ich gerne hätte. Ich bin, gerade als Frau, nicht bereit Karrierechancen sausen zu lassen und auf so vieles zu verzichten. Und ich glaube wenn man so denkt, wäre es nicht fair Kinder zu bekommen.

      Aber wer weiß… Ein bisschen Zeit habe ich ja noch. Und vielleicht sieht es in drei oder fünf Jahren ganz anders aus. Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und eine ganz wunderbare Familie. ❤️Und mit 21 hast du wirklich noch alle Zeit der Welt. 😊

      7. August 2018 at 13:34

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