Life Update

Es gibt Menschen, die einfach in den Tag hinein leben. Die die Dinge so nehmen, wie sie kommen, glücklich sind und sich nicht fragen was morgen ist. Die sich spontan für Möglichkeit A entscheiden und nicht hinterfragen, ob Möglichkeit B vielleicht besser gewesen wäre.

Life Choices 

Ich bin da anders. Bei jeder noch so kleinsten Entscheidung wiege ich das für und wider ab, denke, überdenke und hadere mit meinem Entschluss oft noch, nachdem längst alles entschieden ist. Und wir sprechen hier nicht von lebensverändernden Entscheidungen, sondern eher von “Wo gehe ich heute Mittag essen.” Das kann anstrengend sein. Verdammt anstrengend.

Deshalb versuche ich bei den kleinen Dingen im Leben, weniger meinen Kopf, sondern mehr meinen Bauch entscheiden zu lassen.

Momentan sind es aber weniger die kleinen Dinge, die mich beschäftigen. Mein Studium ist fast vorbei. Die Frage, wie “es” nun weitergeht, steht im Raum. Und da es hier um mehr als um das Für und Gegen eines Kleides geht, hantiere ich mit Pro und Contra Listen und versuche herauszufinden, was für mich der beste Job, die beste Wohnsituation und der beste Lebensplan ist.

Auch wenn sie meistens nicht endgültig sind und hin und wieder auch kurze Zeit später noch einmal umgeworfen werden. Denn auch wenn mein Leben vielleicht einfacher wäre, würde ich nicht ständig versuchen, zu der besten Lösung zu finden, mich nicht ständig nach etwas anderem, besseren, neuen umsehen, hätte ich keine Projekte, Ideen und Träume, an deren Verwirklichung ich arbeiten könnte, wäre ich einfach nicht ich.

Blick nachdenklich

The Job Question

Ich habe BWL studiert. Damit kann ich ziemlich viel machen. Genauer gesagt, so ziemlich alles, was nichts mit Naturwissenschaften oder dem direkten Herumwerkeln an Menschen zu tun hat.

Gut Flugzeuge darf ich auch nicht fliegen, aber die Palette der möglichen zukünftigen Jobs ist nicht gerade klein. Auch wenn ich noch keinen Job in längerer Festanstellung hatte, habe ich insgesamt bei mehr als 15 verschiedenen Arbeitgebern gearbeitet. Von der Zeitungsverteilerin über die Kellnerin, bis hin zur Medienberaterin, die irgendwie mehr Vollzeitmitarbeiterin als studentische Aushilfe war, habe ich vor allem gelernt: Damit ich wirklich glücklich bin, braucht es einige Dinge. Mein Job muss mir Spaß machen, einen Sinn geben und ich möchte für das, was ich tue geschätzt werden. Ist das nicht der Fall, dann sinkt meine Motivation und ich gebe keine 100% mehr. Gebe ich keine 100%, werde ich unzufrieden und schlecht gelaunt.

Vielleicht sind meine Erwartungen zu hoch. Vielleicht bin ich ein bisschen picky. Vielleicht aber auch nur ein ambitioniertes Ziel.

Upcoming Travels

Jedes Mal wenn ich verreise, oder eine längere Zeit im Ausland bin, merke ich danach: Ich vermisse das Reisen. Ich will wieder weg. Irgendwo hin, etwas neues, anderes sehen.

Nach der Abgabe meiner Abschlussarbeit ist eine weitere Reise geplant. Im Moment stehen Südostasien, mit Schwerpunkt Indonesien und Südamerika, mit Schwerpunkt Costa Rica zur Wahl. Südamerika, weil ich dort noch nie war und mein Spanisch, welches ich in mühevollen Schul- und Unijahren erlernt habe wieder komplett verlernt ist und ich es gerne wieder auffrischen würde.

Und Südostasien? Irgendwie hänge ich daran. Ich habe zwar nicht nur gute Erfahrungen dort gemacht und bezüglich Hygiene & Co. möchte der Diva-Teil von mir ganz schnell weglaufen, aber irgendwas zieht mich dorthin zurück.

Blick nachdenklich 1

 

The People Factor 

So gerne ich meine Job-, Wohn- und allgemeine Lebenssituation gerne verändere: Die Menschen in meinem Umfeld ändere ich nur höchst ungerne. Ich hänge an Menschen.

In letzter Zeit denke ich immer öfter über mein Umfeld nach. Die Menschen, mit denen wir unsere Zeit verbringen, haben einen Einfluss auf uns. Bewusst oder unbewusst passen wir uns an und adaptieren Verhaltens- und Denkweisen. Nicht zuletzt deshalb ist es wichtig, die Zeit mit den richtigen Menschen zu verbringen.

Während ich früher immer dachte, dass ich eine relativ gute Menschenkenntnis habe, muss ich heute leider einsehen: Viel zu oft war ich naiv. Auch gute Freunde begleiten einen nicht immer das ganze Leben lang. Und: Freundschaften, die eigentlich schon lange keine mehr sind, darf und muss man beenden.

In meinem Leben gibt es  vieles zu ordnen, neu zu sortieren und zu überdenken, aber das ist ok. Auch wenn ich mir niemals ganz sicher bin, ob alle meine Entscheidungen wirklich die richtigen waren, bin ich doch glücklich, dass ich überhaupt die Möglichkeit habe, Entscheidungen für mich zu treffen.

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2 comments

  1. Du bist definitiv nicht zu picky, was den Job angeht! Wenn man mal bedenkt, wie viel Lebenszeit man mit dem Job verbringt, geht es eigentlich auch gar nicht mehr um eine “Work/Life”-Balance. Wenn man das so gedanklich trennt, wird man garantiert unglücklich. Daher suche ich nach Jobs, bei denen ich die Tage ebenfalls unter “Leben” verbuchen kann 🙂 Viel Erfolg!
    LG

    1. Vielen Dank. Wie recht du hast. Ich finde die Vorstellung, seinen Job und Leben zu trennen (das sagt ja Work/ Life Balance im Endeffekt aus) auch super gruselig. Wer 40 Stunden die Woche oder mehr damit verbringt darauf zu warten, dass sein Leben anfängt oder weitergeht, der kann ja eigentlich nicht glücklich sein. Dir auch viel Erfolg bei der Suche. 🙂

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