Long Distance Flights

long distance flights übersicht

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Zwischen zu Hause und dem Traumurlaubsziel liegen nicht selten einige Flugstunden. Ich habe mittlerweile schon einige Langstreckenflüge hinter mir. Während mir das früher eher weniger ausgemacht hat musste ich bei meinem letzten Flug merken: Ja, vermutlich werde ich älter. Ich möchte auf ein bisschen Luxus und Annehmlichkeiten wirklich nur dann verzichten, wenn es gar nicht anders geht. Da budgetmäßig leider trotzdem nicht mehr drin ist, als die Economy Class, habe ich einige Tipps und Tricks, die Long Distance Flights deutlich entspannter machen.

Was ich wirklich bei jedem Langstreckenflug dabei habe

Kleidung

  • Zwiebelprinzip! Beim einsteigen ist es noch mollig warm und die Ortstemperatur in der Destination beträgt 30 Grad Celsius. Wozu warme Klamotten? Spätestens nach drei, vier Flugstunden fange ich im Flugzeug grundsätzlich an zu frieren. Daher habe ich immer sowohl einen dünneren Pullover, als auch eine dickere Strickjacke und ein Halstuch im Handgepäck.
  • Kompressionsstrümpfe. Auch wenn die Thrombosegefahr für gesunde Menschen sehr gering ist: Wenn man sich, so wie im Flugzeug, lange Zeit wenig bewegt, schwellen Füße und Beine an. Das lässt sich mit Kompressionsstrümpfen eindämmen und man ist nach dem Flug schneller wieder fit.
  • Dicke Socken. Über die Kompressionssocken ziehe ich grundsätzlich noch ein paar dicke Socken. Die Füße frieren nämlich auch schnell…

Kosmetik

  • Thermalwasserspray, zum Beispiel von Avené. Erfrischt das Gesicht wunderbar und hilft gegen die trockene Luft im Flugzeug
  • Bepanthen Augen- und Nasensalbe. Die Augen und die Nasenschleimhäute leiden besonders unter der trockenen Luft. Insbesondere für meine Nase, die dann schnell rissige Stellen bekommt, nutze ich diese Salbe.
  • Einwegkontaktlinsen. Als überzeugt Kontaktlinsenträgerin gehe ich ohne meine Kontaktlinsen kaum vor die Haustür. Auf Flügen (und generell im Urlaub) sind Einwegkontaktlinsen die platzsparendeste Variante
  • Desinfektionstücher. Gerade Flughäfen sind ein Tummelplatz von unterschiedlichsten Viren und Bakterien. Die Tücher nehmen kaum Platz weg und retten dich vielleicht davor, den Urlaub mit Grippe im Bett zu verbringen.
  • Reisezahnbürste. Es wird der Moment kommen, in dem man sich wirklich darüber freut.

langstreckenflug handgepäck

Entertainment

  • Bose NoiseCancelling Kopfhörer. Nicht ganz billig, aber sehr effektiv. Zumindest lautstärkemäßig bekommt man am Flughafen und im Flugzeug (und in der Bahn und überall da, wo ich sonst noch meine Ruhe haben will) nichts mehr von seinen Mitmenschen und Hintergrundgeräuschen mit. Alternativ helfen auch Ohropax.
  • Externer Akku fürs Smartphone. Wenn das Smartphone auf halber Strecke schlapp macht, weil man auf Snapchat & Co. den Reiseverlauf dokumentiert hat, steht es am Ende für wirklich wichtige Dinge, wie beispielsweise die Navigation zur Urlaubsunterkunft oder den obligatorischen “Ich bin gut angekommen” Anruf bei Familie und Freunden nicht mehr zur Verfügung.
  • Schlafkissen. Bei meinem letzten Flug war ich der Meinung, dass ich das nicht nötig hätte. “Ich sitze sowieso am Fenster und wenn ich mich nicht anlehnen kann, kann ich hin oder her nicht schlafen.”, sagte ich zu meiner Freundin, die mir das Ding andrehen wollte. Schlussendlich habe ich es dann doch eingepackt. Während meines 6 Stundenfluges hat es (trotz Fensterplatz) meinen Kopf stabilisiert und den anschließenden 10 Stundenflug, auf dem ich plötzlich nur noch einen Mittelplatz hatte, hätte ich sonst niemals überlebt. Für Lichtempfindliche Menschen empfiehlt sich außerdem eine Schlafbrille, da das Licht nicht immer dann aus ist, wenn man gerne Schlafen möchte.
  • E-Bookreader (z.B. Kindle) oder ein (!) gutes Buch. Ja, das Boardprogramm ist eine schöne Sache. Aber nach spätestens zwei Spielfilmen, zumindestens für mich, irgendwie dann doch nicht mehr so. Aber: Ein Buch reicht.

Denn: ein ganz wichtiger Tipp: Packt euer Handgepäck strukturiert und falls es sich um einen Rucksack oder eine Handtasche und keinen Trolley handelt, packt nicht mehr ins Handgepäck, als ihr wirklich braucht. Denn spätestens, wenn sich im vollbesetzten Flieger, unter den Augen von neugierigen Mitreisenden, hinter euch eine Schlange bildet, weil ihr im Gang steht und seit geraumer Zeit versucht euer Handy zwischen Lunchpaket (auch wenn das Essen keine zwei Sterne hat, auf Langstrecken muss keiner verhungern), Ersatzbikini, zwei Zeitschriften, drei Büchern, einem Teddybären und gesammelten Duty Free Einkäufen zu finden, hört die Entspannung endgültig auf.

Extra Tipp: Den Meisten ist es wahrscheinlich klar, mir war es bis vor einigen Flügen nicht bewusst: Neben einem Handgepäck Trolley darf man eigentlich immer auch eine Handtasche mitnehmen. Die wichtigsten Accessoires können so noch einmal gesondert verpackt werden (und es ergibt sich On Top Stauraum). Es ist aber grundsätzlich immer sinnvoll, die Beförderungsrichtlinien der einzelnen Fluggesellschaften genau zu lesen um zu wissen, was genau erlaubt ist. Oftmals wird das Handgepäck zwar gar nicht erst gewogen, aber nichts ist ärgerlicher, als wenn man alle sieben Sachen beim Check In abgeben und mit nichts außer dem Boarding Pass in den Flieger steigen muss.

flug mit handtasche

KofferTasche

Seating

Es gibt viele verschiedene Meinungen und angeblich sichere Tipps und Tricks, wie man den besten Platz, eine ganze Reihe oder direkt ein 1. Klasse Upgrade abstauben kann. Grundsätzlich hängt das jedoch immer vom Buchungsstand, der Laune des Airline Personals und dem Zufall ab. Ich würde niemals einen Mittelplatz mit wenig Fußraum buchen und auf ein mögliches Upgrade setzen. Denn wenn das dann doch nicht erfolgt, verbringt man die nächsten sechs, acht oder zwölf Stunden wo? Genau, auf einem Mittelplatz ohne Fußraum. Den meisten Fußraum bieten übrigens neben den allseits beliebten Notausgangsreihen auch die ersten Reihen pro Sitzabteil. Aber Vorsicht: Sind kleine Kinder bzw. Babys mit an Bord, sitzen sie meistens genau dort. Und das kann anstrengend werden.

In vielen Flugzeugen bestehen die hintersten Reihen nur noch aus zwei statt drei Sitzen, wodurch man immerhin ein paar Zentimeter an Platz gewinnt. Außerdem sind die Wege zu den Toiletten nicht sehr weit. Auch die Flugbegleiter sind in nächster Nähe und sind bei Extrawünschen unter Umständen weniger genervt, als wenn sie erst einen Fußmarsch bis zu Reihe 3 zurücklegen müssen.

Übrigens: Auf Seatguru kann man die Sitzpläne fast aller Flugzeugtypen (teilweise mit Bewertung) einsehen und sich so die besten Plätze herauspicken.

What else?

Auch wenn das Risiko, gerade bei jüngeren Menschen, eher gering ist: Eine Thrombose kann durch zu wenig Bewegung hervorgerufen werden. Daher ist es wichtig, sich zwischendurch immer mal wieder die Beine zu vertreten.

Auch wenn Alkohol auf den meisten Langstreckenflug inklusive ist, ist das Flugzeug darüber hinaus nicht der richtige Ort, um sich mal wieder richtig die Kante zu geben. Durch die niedrige Luftfeuchtigkeit an Bord wird der Körper ohnehin ausgetrocknet. Alkohol verstärkt diesen Effekt. Viel trinken ist die Lösung, beugt zudem einer Thrombose vor und lässt einen frisch und entspannt am Zielort ankommen. Für alle mit Flugangst gilt: Ein Glas Champagner, Sekt oder Wein zur Beruhigung ist völlig in Ordnung.


Insgesamt ist ein Flug in der Economy Class kein Aufenthalt in einem Luxushotel. Mit guter Vorbereitung und ein bisschen Glück kann er jedoch zumindest angenehm werden. Und irgendwie ist das Flugchaos und das Bangen um einen guten Platz ja auch ein Teil des Reiseerlebnisses.

Und wer wirklich nicht Economy fliegen will, dem kann ich nur raten: Lächeln und nett fragen. Wer weitere Tipps hat: Immer her damit. 😉

 

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3 comments

  1. Wirklich gute Tipps! Das Zwiebelprinzip ist auch immer mein Lebensretter… Die amerikanischen Airlines kühlen meist auf Kühlschrank-Temperatur herunter und in manch anderen schwitzt man sich zu Tode – ist mir auch schon passiert…
    Liebe Grüße, Ina

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