Monatsrückblick #4 in 2019

Über drei Jahre gab es jeden Monat (bis auf die ersten zwei in diesem Jahr) einen Monthly Review. Und der soll auch auf jeden Fall bestehen bleiben. Denn ich mag es am Ende des Monats noch einmal auf die vergangenen Wochen zurück zu schauen und, nicht zuletzt auch für mich selbst, zu reflektieren, was ich eigentlich gemacht, erreicht, oder eben nicht erreicht habe. Nur dass der jetzt Monatsrückblick heißt. Also theoretisch genau wie vorher. Ich wisst schon was ich meine. 🙂 

Im April habe ich eigentlich wahnsinnig viel bewegt. Eigentlich, weil ich meine Selbstständigkeit vorangetrieben habe, meine Webseite janakalea.de und dazu auch noch eine kleine Instagrampräsenz gelaunched habe und auch sonst viel gearbeitet habe. Das fühlt sich auf der einen Seite super an. Auf der anderen Seite war es aber teilweise auch ein bisschen frustrierend, so viel Zeit alleine am Schreibtisch zu verbringen. Ich meine: Na klar, das ist der Vorteil am selbstständig arbeiten. Aber gerade in den Wochen, wo viel organisatorisches und wenig projektbezogenes anfällt, kann einem doch die Decke auf den Kopf fallen.

Das mag auch daran liegen, dass ich, bis auf einen kleinen Ausflug Anfang des Monats, quasi den gesamten April in Hamburg war und, gerade in der ersten Hälfte des Monats, mit meinem angeschlagenen Immunsystem zu kämpfen hatte. Irgendwie hatte ich den gesamten Monat das Gefühl, das viele Dinge, die ich anfasse nicht gerade von Erfolg gekrönt sind. Und sich alles wahnsinnig in die Länge zog. Gleichzeitig unfassbar unspektakulär war. Was nicht schlecht ist. Was sogar schön sein kann. Ich mag das hin und wieder. Aber während ich nach zwei Gläsern Wein ein paar Seiten in einem in einem Buch las und mich dann ins Bett legte, während ich versuchte zu mich zu entspannen, meinem Tagesrhythmus zu folgen und die Ruhe zu genießen, hatte ich mehr und mehr das Bedürfnis die Flasche Wein zu exen, den Tagesrhythmus über Bord zu werfen und auszubrechen. Mehr Sport, mehr draußen, mehr spontan sein, mehr Leben. Aber irgendwas in mir bleibt einfach sitzen.

Aber grundsätzlich neige ich zu Perfektion, Selbstkritik und bin zu mir selbst sowieso kein besonders netter Mensch. Das habe ich mir für den Mai aber vorgenommen. Denn der ist immerhin mein Geburtstagsmonat.

Gelesen

Dieses Buch, was ich auf einem Grabbeltisch entdeckt habe und mir irgendwann vor Jahren mal von meiner Oma empfohlen wurde. Finde ich irgendwie leider bisher nur mittelmäßig, bin aber noch nicht durch.

Dieses hier, was ich gleichermaßen spannend und verstörend fand. Übrigens habe ich mir danach True Crime (und überhaupt Crime) verboten. Irgendwie habe ich dieses Genre leicht überkonsumiert und vermute zeitweilig hinter jedem zweiten Baum einen potentiellen Killer.

Social Media Gossip: Instagram überlegt die Likes abzuschaffen. Ich glaube viele verbinden mit Instagram mittlerweile eine Art Hassliebe und wünschen sich manchmal insgeheim, Instagram würde sich einfach selbst abschaffen. Ich finde ein paar Neuerungen können nicht schaden. Sonst gibts ja auch noch Pinterest, YouTube und sicherlich in 2019 noch den ein oder anderen neuen Kanal, der sich der Bewährungsprobe aussetzt.

Gedacht

Eigentlich liebe ich das ja. Verhandlungen führen, mich immer wieder neu herausfordern. Manchmal geht es mir aber auch auf die Nerven. Wahrscheinlich schaltet man irgendwann einfach komplett auf Durchzug oder eine Agentur zwischen, die sich mit Menschen auseinandersetzt, für die man selber nicht mehr die Zeit oder die Nerven verlieren möchte. Denn dieses “auf Augenhöhe” verstehen anscheinend nur die wenigsten. Es heißt immer wieder, dass Blogger so unzuverlässig sind. Was ich aber, gerade als Freelancer, von einigen Unternehmen mitbekomme, ist noch einmal ein viel höheres Level der Unzuverlässigkeit und enttäuscht.

Außerdem: Wer bin ich und wer will ich sein? Ich habe im Mai Geburtstag und um diesen Tag herum erwische ich mich immer dabei, wie ich über mein Leben nachdenke. Passt mir das alles noch so? Passe ich hier noch rein? Geht da nicht noch mehr?

Wieso bekommt eine Kirche eigentlich so viel mehr Aufmerksamkeit, als 250 Menschenleben?

Gehört

  

Bits & Pieces 

Mein April in kleinen Ausschnitten, die eigentlich viel zu schade sind, um nur für 24 Stunden in der Instagram Story zu erscheinen.

Wie war euer April? Und was ist für den Mai geplant? 

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4 comments

  1. Wunderschöne Bilder, Gedanken und Eindrücke aus deinem April. Ich mag deinen Blog sehr und bin froh, dass er noch besteht. Die meisten sind ja wirklich nur noch auf Instagram anzutreffen. Ich denke auch, dass irgendwann etwas neues kommen wird. Da ist es einfach schön dass du egal mit wie viel Likes noch hier vertreten bist.

    Liebste Grüße

    1. Vielen Dank. Über sollte Kommentare freue ich mich immer sehr. Mein Blog ist und bleibt für mich mein Baby. Instagram ist momentan einfach “the place to be” und natürlich versuche ich auch da präsent zu sein. Aber wer weiß, wie lange das überhaupt noch gefragt ist. 🙂

  2. Ich kann deine Gedanken sehr nachfühlen. Auch wenn ich in einer ganz anderen Branche unterwegs bin ist es manchmal einfach ermüdend mit Menschen zu diskutieren, die der Meinung sind, dass ein Gespräch auf Augenhöhe nicht von Nöten ist.

    Liebe Grüße

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