Monatsrückblick #6 in 2019

Es ist Sommer! Und auch wenn wir in Hamburg in diesem Jahr von der Hitzewelle, die Berlin, München und andere deutsche Städte überrollt hat, ein wenig ausgeschlossen waren, gab es auch hier den ein oder anderen heißen Tag. Von mir natürlich freudig begrüßt, auch wenn ich mich immer noch Frage: WO ZUR HÖLLE IST DIE ZEIT GEBLIEBEN? Das halbe Jahr ist um! Wie konnte das passieren?

Ich hätte in diesem Jahr tatsächlich fast jeden Monatsrückblick so beginnen können, denn ich hänge hinterher. Habe das Gefühl, dass ich versuche die Zeit anzuhalten und dabei natürlich scheitere. Aber da wir nun die Jahresmitte erreicht haben, fühle ich mich nicht ganz so schlecht, das noch einmal auszusprechen. Andererseits fühlt es sich so an, als ob die Wochen, die ich im Januar und Februar in Sri Lanka und Dubai verbracht habe, bereits unendlich lange her waren. Denn so schön sie waren: Seitdem hatte ich, zumindest kopfmäßig, kaum mal einen Tag so wirklich Pause. Ich müsste mir mal wieder eine Auszeit nehmen, weiß aber im Moment ganz ehrlich nicht wie und stresse mich vermutlich selbst zu viel. Auch diese Zeiten gibt es.

Gelesen

GoT got me! Nachdem alle anderen damit durch sind und ich mich spoilerfrei bewegen kann, hat mich das GoT Fieber gepackt. Allerdings lese ich die Bücher, weil ich mich beim Serie schauen nie so wirklich 100% konzentrieren kann. Aktuell liegt Band drei bereit und wartet auf mich.

Da ich TV und Serien gestrichen und meine Zeit stattdessen lesend verbracht habe, dachte ich mir, dass ich auch direkt mal wieder das ein oder andere Buch zur Hand nehmen könnte, dass mir, auch abgesehen von Westeros, ein wenig Allgemeinbildung verschafft und mich weiterbildet. Die Wahl fiel auf Girl, Stop Apologizing von Rachel Hollis. Leicht zu lesen, aber trotzdem erkenntnisreich!

Gedacht

Wie viel will ich wirklich zeigen? Es ist die immer gleiche Frage, die mich immer wieder umtreibt, wenn es um Instagram, den Blog und meine Präsenz in den sozialen Medien geht. Ich zeige, vor allem in den Instagram Stories gerne auch unperfektes. Weil das Leben nun mal nicht perfekt ist und ich persönlich beim scrollen durch die Weiten der sozialen Netzwerke auch immer ein bisschen glücklich bin, wenn ich merke, dass ich mit meinen Problemchen nicht ganz alleine bin. Wenn ich mit dem was ich erzähle nur einem anderen Menschen helfen kann, sich gut oder besser zu fühlen, ist das quasi der Jackpot für mich.

Was ich weniger gut finde ist, dass ich mich so angreifbar mache. Dass Menschen in mich reinschauen, als wäre ich ein fremdes Buch. Erst vor kurzem rief mich ein Bekannter an und fragte mich, ob alles ok sei. Ich würde, auf Instagram, so deprimiert klingen. Und ja, ich teile meine schlechten Tage, meine Misserfolge und meine Ängste hin und wieder. Das heißt aber nicht, dass ich den ganzen Tag deprimiert in der Ecke sitze und in Selbstmitleid zerfließe. Überhaupt teile ich auf Instagram oft Momentaufnahmen. Nicht mein gesamtes Leben. Ich habe da für mich eine klare Grenze, die, gerade nach außen hin aber nicht immer ersichtlich ist.

Was mich aber noch viel mehr stört: Auch online wird das Klima immer schlechter. Ich will nicht meckern, denn ich bin wirklich dankbar, für all das, was ich erleben darf und auch für den Zuspruch, den ich bekomme, aber es gibt Tage, an denen ich am liebsten alles hinwerfen würde.

Ich habe das Gefühl, dass 2019 ein Jahr ist, ist dem Kritik immer härter geäußert wird, vermeidliche Schwächen sofort ausgenutzt werden und gerade politische Themen in einer neu entdeckten Aggressivität diskutiert werden. Und politisch sind nicht nur Bildungs-, Entwicklungs- und Wirtschaftsthemen, sondern was wir essen, was wir anziehen und wie wir uns verhalten.

Und auch wenn es sicherlich taktisch klüger wäre, sich auf eine Seite zu stellen, möchte ich das nicht. Ich möchte auch weiterhin meine Freude teilen können, wenn ich in ein Flugzeug steige und ehrlich gesagt auch, wenn ich ein Steak esse. Denn beides tue ich und werde ich aller Voraussicht nach auch weiterhin tun. Ich möchte mir auch weiterhin meine Haare mit Shampoo anstatt mit Mehl waschen und mir auch weiterhin die Möglichkeit offen halten, mir absolut oberflächliche Frauenromane zu Gemüte zu führen wenn mir danach ist – ohne gleich als Feindbild des Feminismus kategorisiert zu werden.

Andererseits interessiere ich mich vielmehr für Persönlichkeitsentwicklung, Meditation und Achtsamkeit als für den nächsten Primark Haul und das tausendste Produktsample von irgendwas, weil „war ja gratis“. Und auch wenn ich hin und wieder aus Budgetgründen bei Zara einkaufe, trage ich meine Kleidung deutlich länger als eine Saison. Trotzdem muss ich diejenigen, die diese Dinge feiern nicht gleich mit Hass überschütten. Im Real Life gehts vermutlich vielen so. Ich würde mir wünschen, dass das auch in den sozialen Medien akzeptiert wird. Nicht jeder kann und will ein extrem leben, aber unterm Strich sind wir, so in der Masse, vielleicht doch nicht so schlecht wie gedacht.

5 Must Haves in diesem Monat

  1. Flip Flops – Die einzig wahren Schuhe des Sommers! Auch nach Jahren des Trends bin ich nicht TeamBirkis! #sorrynotsorry
  2. SUP Board – oder Verleih in der Nähe! Wie bin ich nur in den letzten Sommern ohne ausgekommen?
  3. Sonnenpflege! – Während mir Sonnenschutz früher relativ schnuppe war, achte ich heute darauf, dass ich ordentlich eingecremt bin.
  4. Schmuck! So schön im Sommer finde ich – allerdings trage ich selbst viel zu wenig.
  5. Reisepläne – ja zugegeben, die erste Hälfte von 2019 lief nicht wirklich nach Plan. Was mir an richtig blöden Tagen aber immer hilft: Die nächste Reise planen!

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Gehört

Bits & Pieces 

Kleine Ausschnitte aus dem Alltag, die viel zu schön sind um nur 24h in der Instagram Story zu verweilen: Boot fahren, ein 30er Geburtstag, ein getauschter Hund, Zirkusliebe, Meerliebe, Kölnliebe.

2019 bis hier hin 

Monatsrückblick #3 

Monatsrückblick #4

Monatsrückblick #5

Wie war euer Juni? Und was ist für den Juli geplant? 

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2 comments

  1. Das ist doch mal ein toller Monatsrückblick den ich wirklich sehr gerne gelesen habe 🙂 Besonders cool finde ich, dass du nun GoT liest. Ich hab die Serie gesehen und mochte sie nach anfänglichen Schwierigkeiten wirklich sehr. Jedoch befürchte ich, dass mir die Bücher einfach zu dick sind (zumindest bei der Menge die es an Büchern gibt).

  2. Toller Monatsrückblick, meine Liebe! Ja, man muss sich immer mal wieder Gedanken machen, was man in Instagram wie zeigt, wie angreifbar macht man sich? Die Menschen denken, sie kennen einen, aber man zeigt ja nur, was man zeigen will! Das kapieren viele nicht! Toll, dass Du Dir da mal Deine Gedanken gemacht hast. Der Tauschhund steht Dir im Übrigen sehr gut!

    Lieben Gruß, Bea.

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