MONTHLY REVIEW #10 & PERSONAL THOUGHTS

Schon seit Tagen versuche ich einen neuen Blogpost zu verfassen. Öffne den Browser, tippe Worte ein. Zu der vergangenen Südostasienreise. Über Weihnachtsideen. Über persönliche Gedanken und über Gedanken über das Bloggen. Und die politische Situation, die in der letzten Woche in den sozialen Medien und der ganzen Welt mehr diskutiert wurde als alles andere. Und währenddessen springen meine Gedanken von einem zum anderen. Sobald ich fünf Zeilen geschrieben habe lösche ich diese wieder. Sitze ewig vorm Laptop und suche nach den richtigen Worten.

Bevor ich hier mit meiner Asien Travel Recap, Weihnachtsvorbereitungen und ähnlichem weitermachen kann, habe ich das Gefühl, einige Dinge, die mich im letzten Monat beschäftigt haben loswerden zu müssen.

October in Germany…

Müsste ich den Oktober in Deutschland in einem Symbol darstellen, wäre es ein Kürbis. In keinem anderen Monat schmeckt selbstgemachte Kürbissuppe so gut. Der Kürbis passt farblich ganz wunderbar zu dem Laub, was sich langsam färbt. Halloween am 31.Oktober ist für mich ganz klar der Höhepunkt des Oktobers und ein bisschen traurig bin ich tatsächlich, dass ich es verpasst habe.

October in Southeastasia…

…war weit weg von Kürbissen, bunten Blättern und fallenden Temperaturen. Ich habe soviel erlebt und durfte so viele spannende Erfahrungen machen, dass ein Post einfach nicht ausreichen würde. Über Siem Reap und die wundervollen Tempelanlagen um Angkor Wat habe ich hier schon berichtet. Warum die Reiseroute eher ein Hin und Her statt eine straighte Linie war und welche Ziele ich in Südostasien außerdem empfehlen kann, werde ich in einem weiteren Post erzählen.

reiseroute
Map Source: freevectormaps.com

The Blogging Issues

Vor allem mache ich mir Gedanken darüber, wie es mit diesem Blog weitergehen soll. Im Gespräch mit befreundeten Bloggern (und solchen, die es werden wollen), habe ich in letzter Zeit immer wieder in Tipp bekommen, mich auf ein Thema zu konzentrieren. Reise ODER Fashion. Food ODER Hamburg. Weniger eigene Meinung, mehr Professionalität. Für mich sollte dieser Blog ein Ort werden, an dem ich über ALLES schreibe, was mich interessiert. Andererseits gibt es tausende Blogger die das tun und wohlmöglich stimmt es, dass ich einfach nicht “groß genug” bin, um mit diesem Mix neue Leser zu gewinnen. Um aber langfristig bloggen zu können muss ich das aber. Passt “Comfort Zone” eigentlich überhaupt noch zu mir? Irgendwie haben mich diese Gedanken in den letzten Tagen gelähmt.

Was mir darüber hinaus die Lust auf den Blog vermiest hat, liegt viel mehr an mir selbst als an anderen. Als ich angefangen habe zu bloggen war mir von Anfang an klar dass, sofern ich das aktiv weiter betreibe, auch Personen aus meinem Umfeld von meinen Bloggeraktivitäten mitbekommen könnten. Ich dachte allerdings nicht, dass das so schnell passieren würde. Besonders auf Instagram bekomme ich das direkt mit. Bei einigen freut mich das. Weil sie meine Bilder liken und ich ihre. Oder weil ich ihnen selbst von meinem Blog erzählt habe. Oder beides. Leider gibt es aber auch andere. Personen, von denen ich weiß, dass sie nur aus den Gründen mitlesen um Fehler und Schwächen zu finden. Natürlich sind weder meine Bilder, noch mein Blogdesign perfekt. Comfort Zone ist für mich auch ein Projekt, an dem ich lerne und mich weiterentwickeln kann. Dennoch ist es kein schönes Gefühl, zu wissen, dass gewisse Personen gezielt nach Schwächen suchen. Besonders dann nicht, wenn es persönlich wird. Dennoch: Hier muss ich wohl an meinem Selbstbewusstsein arbeiten und einfach drüber stehen. Grundsätzlich freue ich mich aber über jede/n Leser/in.

The Travel Issues

Ich liebe es unterwegs zu sein. Auf Reisen habe ich immer das Gefühl, plötzlich aus einem ganz anderen Winkel auf die Welt zu schauen. Plötzlich bewegen einen ganz andere Dinge. Vielmehr als das Weggehen viel mir schon immer das Wiederkommen. Immer wieder fällt mir auf, wie offen und freundlich die Menschen in der ganzen Welt und wie verschlossen dagegen viele Hamburger sind. Obwohl ich die Stadt Hamburg wirklich mag, finde ich die Menschen hier oft anstrengend und kalt. Gerade wenn ich längere Zeit weg war, macht mich das nachdenklich. Will ich wirklich für immer hier bleiben? Wie sehr sollte mein Drang die Welt zu entdecken meine Jobwahl beeinflussen?

Während es noch bis vor einigen Jahren ganz normal war, sein berufliches und privates Umfeld am eigenen Geburtstort aufzubauen, haben wir heute die freie Wahl. Frankfurt oder lieber Berlin? Deutschland oder Schweden? Europa oder Amerika? Als ich vor 6 Jahren die Wahl traf, nach Hamburg zu ziehen, machte ich mir noch nicht viel Gedanken über die Zukunft. Heute frage ich mich oft, ob es nicht an der Zeit wäre, weiterzuziehen.

The Political Issues

Während ich bis vor einigen Jahren mit Politik absolut nichts anfangen konnte, bin ich ich heute politisch durchaus interessiert. Die US-Wahl habe ich im letzten Monat fasziniert verfolgt. Dennoch bin ich, sowie die meisten in meinem Umfeld, keine Politikwissenschaftlern. Mit einer ähnlichen Faszination, aber auch ganz schön viel Wut im Bauch, verfolge ich daher die derzeitige Diskussion. Was mich daran so aufregt? Masha Sedgwick fasst das in ihrem neusten Wochenrückblick ganz gut zusammen.

Interessant finde ich allerdings, dass selbst Menschen, die vorher keinen einzigen politischen Text in ihrem Leben gelesen haben, plötzlich alles besser wissen und Stellung beziehen, nur weil sie irgendwas aufgeschnappt haben und prinzipiell alles glauben, was sie so im Internet lesen ohne irgendein Hintergrundwissen. Generell nervt mich diese Arroganz meiner Generation, die meint die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben und die der älteren Generation, die vielleicht anderer Meinung ist, Demenz und Altersbosheit unterstellt. Man lernt aus Fehlern und Erfahrungen, aber das scheinen viele zu vergessen, weil mal wieder nur sie selbst im Zentrum ihres Universums stehen.

Wie steht ihr zu der politischen Diskussion, insbesondere in den sozialen Medien? Und, falls ihr selber bloggt: Wie haltet ihr das mit der Themenauswahl?

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2 comments

  1. Hey Jana
    Ich bin’s schon wieder 🙂
    Bin gerade in deinem Text über den Teil: ”welche Personen lesen meine Beiträge” gestolpert. Ich kann deine Meinung nachvollziehen. Diese Entscheidung hat mich auch dazu bewogen, nur unter dem Namen: Foehnlocke, im world-wide-web aufzutreten.
    Ich bin mir dessen bewusst, wenn jemand wirklich herausfinden will, wer dahinter steckt, er es bestimmt auch rausfinden wird. Aber in so einem kleinen Dörfchen wo ich lebe, wüsste innert 1h nach Veröffentlichung eines Beitrages, die halbe Gemeinde, was ich gerade geschrieben habe. Also bleibt es vorerst auch unter Foehnlocke 🙂
    Ob ich mich für meine Texte schäme? Nein. Aber ich habe ebenfalls Respekt vor den Meinungen Anderer & ich möchte nicht Tema Nr. 1 um 10:00 Uhr in jedem Kaffee sein.
    Finde deine Gedanken super & deine Texte & auch deine Seite !
    Weiter so 🙂
    Tschüss & hab’s schön.
    Foehnlocke.

    1. Vielen Dank für diesen Kommentar. Das Thema ist irgendwie echt schwierig. Schön, zu wissen, dass ich meiner Meinung nicht alleine bin. <3

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