Monthly Review #4 in 2017

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Und schon wieder ist ein Monat um. Da ich das letzte #Monthly irgendwie unter den Tisch hab fallen lassen, wird es diesen Monat etwas ausführlicher. Der April war irgendwie auf allen Ebenen ziemlich durchwachsen. Das Wetter war bei uns im Norden ziemlich deprimierend. Regen, kalter Wind und dauergrauer Himmel schlugen mir auf die Stimmung. Da Emmi immer noch nicht im Jogging-Alter ist, stellte ich Sport total hinten an. “Frühjahrsmüdigkeit” fasst meine allgemeine Verfassung im April ganz gut zusammmen. Aber umso mehr freue ich mich auf den Mai. Abgesehen davon, dass das mein absoluter Lieblingsmonat ist, stehen einige spannende Projekte an. 

#HYPE

Alle paar Monate gibt es einen Hype, den ich nicht verstehe. Diesen Monat war das die Begeisterung rund um die Serie “Tote Mädchen lügen nicht” bzw. “13 Reasons Why”. Keine andere Serie wurde in den sozialen Medien so sehr diskutiert, wie diese neue Netflix Produktion. Und kritische Stimmen erhoben sich meiner Meinung nach erst viel zu spät. Abgesehen von einem ziemlich leichtsinnigen Umgang mit dem Thema Suizid finde ich sowohl die Gründe, als auch die Schuldzuweisungen im Seirenplot mehr als fragwürdig. Abgesehen davon verzichte ich in letzter Zeit auf Netflix und habe mir stattdessen zwei Bücher gekauft. Einfach mal so ein Buch zur Entspannung lesen, das habe ich lange nicht mehr gemacht. In letzter Zeit hatte ich vor allem Lust auf Thriller, weshalb die Wahl auf diesen und diesen fiel.

#TRAVEL

Wahnsinn, es ist schon über ein Jahr her, dass ich in Lissabon und Barcelona war. Und obwohl ich in der Zwischenzeit in Singapur, Bangkok, Siem Reap und Bali war, schreit etwas in mir ganz laut “Reisen”!! Ja, es wird wirklich mal wieder Zeit!

Eine kleine Auszeit gab es jedoch diesen Monat und zwar an der Nordsee, auf Spiekeroog.

spiekeroog strand bloggerin

#NEW IN 

Bereits im März investierte ich in die Canon 80D. Im April kamen einige Gadgets, wie zum Beispiel ein portables Fotostudio hinzu. Außerdem diese Lederjacke und diese Sneaker. Und dann war natürlich noch Glamour Shopping Week, bei der diese Shorts, diese Bluse und dieses Shirt in meine Tasche wanderte.

#HAIR ISSUES 

Anfang des Monats habe ich endlich gewagt, was ich schon so lange wollte: Ich habe in eine Haarverdichtung investiert. Von Natur aus habe ich extrem dünnes Haar. Egal was ich tat, Volumen und Länge waren einfach unmöglich zu erreichen. Mittlerweile lebe ich seit einem Monat mit dem Ergebnis, zu dem es noch einen ausführlichen Beitrag geben wird. Nur soviel: Ich bin absolut begeistert! Und wer in Hamburg wohnt und auf der Suche nach einem guten Friseur ist, sollte definitiv mal bei Yvette Hafner vorbeischauen.

#BLOGGER & FREELANCER WELT

So alt wie das Bloggen und die Sozialen Medien ist auch die Kritik daran. Facebook stirbt, der Instagram Algorithmus ist scheiße und das Worst Case Szenario “Shadow Ban” ist allgegenwärtig. Ich sehe das alles nicht so kritisch. Denn wenn ich mich ständig über diese Dinge aufregen würde, hätte ich keinen Spaß mehr am bloggen.

Was mich aber wirklich nervt: Schubladendenken. Gerade als Bloggerin aus dem Lifestylesegment fühlen sich Gespräche mit anderen Selbstständigen aus dem digitalen Bereich oftmals an, wie Topfschlagen im Minenfeld. Es werden Begriffe wie “Fempower” und Zusammenhalt unter Frauen proklamiert. Die Handlungen sagen aber etwas ganz anderes. Schon immer war klar, dass mein Blog nicht mein einziges Standbein bleiben wird. Erwähne ich das Wort “Lifestyleblogger” habe ich oftmals anscheinend aber schon verloren, bevor ein Gespräch zustande kommen kann.

Ähnlich ist es im Umgang mit ‘digitalen Normaden’. Erfolgreiche Blogger arbeiten unabhängig von einem bestimmten Ort oder Office selbstständig und digital. Man könnte also meinen, sie seien der Inbegriff digitaler Normaden. Vor einigen Wochen musste ich mir jedoch anhören, dass  Lifestyleblogger oberflächlich und arrogant wären und man als digitaler Normade mit solchen lieber nichts zu tun haben möchte.

Das ärgert mich aus verschiedensten Gründen. Muss ich jetzt wirklich überall betonen, wie normadisch ich bin und nur noch über Yoga, vegane Ernährung und spirituelle Erleuchtung schreiben? Bin ich eine bessere Autorin, weil ich sieben Mal betone, dass ich keine Bloggerin bin, meine Internetpräsenz statt Blog wieder Website nenne, aber eigentlich genau das selbe tue? Habe ich, nur weil ich sage, dass mir das Wohl aller Menschen am Herzen liegt, das Recht die herunterzumachen, die sich mit anderen Themen beschäftigen als ich?  Und wieso glaubt eigentlich jeder, das sein Konzept das einzig wahre ist? Wäre es nicht viel schöner von unterschiedlichen Stärken und Talenten zu profitieren, anstatt sich gegenseitig ständig versuchen zu beweisen, wer mehr Daseinsberechtigung hat? 

Richtig ist, dass wir den Wert einer Person nicht von ihren Instagram Followern ableiten können. Aber dann doch bitte auch nicht von der Haarfarbe.

Um mal, abgesehen von mir selber, ein paar Namen zu nennen: Natürlich muss nicht jedem gefallen, was Xenia Overdose, Masha Sedgwick, Luísa Líon oder Anna Frost machen, wofür sie stehen und was sie verkaufen. Aber das sind Frauen, die mit ihrem Business Erfolg haben. Ob einem das gefällt oder nicht. Man kann anderer Meinung sein, man kann Dinge hinterfragen, aber diese Frauen als naive Modepüppchen mit reichen Eltern abzustempeln ist schlichtweg falsch.

#MEHRYEAH! 

Glücklicher Weise gibt es aber auch absolute Positivbeispiele. Menschen mit denen es Spaß macht sich zu unterhalten. Die nicht nur alles schwarz und weiß sehen. Die ihr Wissen weitergeben und inspirieren. Eine davon ist Caterina Schürmann, die als Planungsfetischistin ein wandelndes Blogger Lexikon ist. Wer auf der Suche nach einer virtuellen Assistentin ist, sollte definitiv bei ihr vorbeischauen. Außerdem hat sie eine Hamburgergruppe für Blogger (oder eben Menschen, die irgendwas digitales im Internet tun) gegründet, in der super nette Mädels sind. Stichwort #Vernetzung!

#PRESS DAY RUN 

DIE Stadt für Events rund um PR und bloggen ist wohl Berlin. Aber auch in Hamburg standen einige Pressdays an, die ich besuchen durfte. Produktive Gespräche, inspirierende Ideen und nette Blogger Kolleginnen. Es hat sich wirklich gelohnt!

#SHELTIEEMMI 

Lange gab es nichts neues mehr zu der kleinen Maus, obwohl sie mir wirklich jeden Tag ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Und nicht nur Emmi macht mich glücklich, sondern auch die vielen netten Menschen, die man als Hundebesitzer trifft. Ich weiß nicht ob ein Hund einen zu einem besseren Menschen macht, aber zu einem aufgeschlosseneren auf jeden Fall.

Falls ihr es noch nicht tut, könnt ihr Emmi unter @sheltieemmi auf Instagram folgen. Da gibts 100% Hundecontent.

sheltieemmi im monatsrückblick april 17

Wie seht ihr das mit den Lifestylebloggern und digitalen Normaden? Was haltet ihr von ‘Tote Mädchen lügen nicht’? Und noch viel wichtiger: Wie war euer April? 

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12 comments

  1. Über 13 reasons why habe ich jetzt schon so viel unterschiedliche Kritiken gehört, dass ich überlege die Serie anzuschauen, um mir ein eigenes Bild zu machen. Allerdings habe ich kein Netflix..

    Deine Gedanken zur Bloggerszene kann ich nachvollziehen, auch wenn ich sie nur von außen betrachten kann, da ich selbst nicht aktiv blogge. Ich lese deinen Blog sehr gerne, egal ob du nun Bloggerin, Autorin oder ganz etwas anderes bist. 🙂

  2. Ich bin Schockverliebt 🙂 Emmi <3
    Also ich muss dir bei den Seriern sogar zustimmen. Ich habe gar kein netflix und denke auch es nicht zu brauchen. Diese Sendungen werden gehypt und am Ende gibt es von "schützern" wieder einen Aufschrei. Ich lese da auch viel lieber.

    Und das mimimi über instagram und facebook nervt mich irgendwie.
    Ich verstehe dich daher.

    xoxo Nessi

    1. Ja, genau das finde ich auch super nervig. Erst sind alle total begeistert und es handelt sich um die tollste Serie des Jahrhundert und dann fällt jemandem auf, dass das ja doch nicht so supercool ist und es will niemand mehr etwas gesagt haben.

  3. Ich hab leider kein Netflix – nur Amazon Prime ;-). Mein April war auch etwas durchwachsen, das Wetter nervt mich langsam kolossal. Auf einen sonnigeren Mai! Liebe Grüße!

  4. Ein tolles Monat hattest du, Wahnsinn! Ich fotografiere ich auch mit der Canon … ich habe die 700D und bin sehr zufrieden.

    Ich bin schon sehr gespannt was du im Mai so alles erlebst.

    Liebe Grüße und schönen Abend!
    Verena

    1. Vielen Dank. Ja, ich finde Canon einfach super. Mein Vorgängermodell war die 550D. Die war in der Bedienung ähnlich und Objektive kann man ja sowieso auf allen verwenden. 🙂

  5. Die kleine Emmi ist so süß! Ich finde es auch erstaunlich wie viele nette Menschen man beim Gassi gehen trifft. Kannst du mir die Kamera denn empfehlen? Ich bin auch auf der Suche nach einer neuen Kamera, meine reicht für das, was ich machen möchte leider nicht mehr aus.

    Ich finde diese Menschen, die alles nur schwarz und weiß sehen auch total zum kotzen. Ich wohne leider in einem kleinen Dorf, wo mehr gelästert wird, als überhaupt miteinander geredet wird. Das nervt. Besonders als ich meinen Blog gegründet habe, wurde sehr viel über mich geredet. Ich war anfangs ziemlich traurig deswegen. Man sagte zu mir, das könnte ja jeder, ein paar Bilder schießen und dies dann ins “Netz” stellen. Als ich dann aber die ersten Kooperationen ergattern konnte, änderte sich das Bild von den Menschen.
    Die Blogger Welt ist noch für viele Leute sehr neu. Alles was neu ist, ist erstmal “gefährlich”. Leider denken noch viele Menschen so negativ über die Blogger Welt. Ich würde mir wünschen, wir würden mehr Respekt bekommen…
    Liebe Grüße
    Julia
    http://www.aboutjulia.de

    1. Vielen Dank. 🙂 Ich kann die Kamera auf jeden Fall empfehlen. Allerdings ist sie auch ein bisschen teurer. Je nach dem, womit du vorher fotografiert hast, würde ich dir sonst die Canon EOS 750D empfehlen oder eines ihrer Vorgängermodelle. Allgemein bin ich absoluter Canon Fan, aber es gibt genauso viele, die auf Nikon oder die Sony Alpha schwören. Ich würde einfach mal zu Saturn oder so gehen und ein bisschen herum probieren.

      Ich kann mir gut vorstellen, was auf dem Dorf los war, nachdem du deinen Blog gegründet hast. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass die, die am lautesten schreien meistens am wenigsten Ahnung haben. So oder so, blöde Kommentare wird es immer geben. Umso wichtiger, dass wir als Blogger untereinander zusammenhalten. 🙂

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