Reading a Book is like taking a Journey

Buchempfehlungen

Ich nehme mir immer wieder vor alle meine Bücher zu lesen. Aber anstatt das zu tun lande ich regelmäßig in verschiedenen Buchhandlungen und kaufe mir neue. Die ich dann meist mit guten Vorsätzen ins Regal stelle und auch nicht lese. Stattdessen verbringe ich meine Zeit mit schlechten Fernsehsendungen oder klicke sinnlos durchs Netz. Dabei liebe ich Bücher. Ich habe schon immer gelesen.

Bücher sind, sofern sie gut geschrieben sind, eine Möglichkeit, der Realität zu entfliehen und voll und ganz in eine andere Welt einzutauchen.

„Reading a book is like taking a journey“

Und da ich für das Reisen, das ich mindestens genauso liebe wie Bücher, in den nächsten Monaten leider kaum Zeit haben werde, habe ich mir für 2016 vorgenommen mal wieder öfters ein gutes Buch zur Hand zu nehmen.

Bereits angefangen zu lesen habe ich Paris – ein Fest fürs Leben von Ernest Hemingway. Hin und wieder greife ich zu so einem Klassiker. Auf der einen Seite, weil mich Geschichten und Erzählungen aus der Vergangenheit wirklich interessieren. Auf der anderen Seite, zugegebener Maßen aus Pflichtgefühl. Auch Hemingway war so ein „von-dem-muss-man-ja-mal-was-gelesen-haben-Kauf“. Obwohl ich das Buch noch nicht beendet habe, kann ich sagen, dass ich begeistert bin. Hemingway schafft es trotz oder gerade aufgrund seiner einfachen Sprache das Paris der zwanziger Jahre zum Leben zu erwecken.

„Bei so vielen Bäumen in der Stadt konntest du den Frühling kommen sehen, bis ein warmer Wind ihn schließlich über Nacht wirklich in die Stadt brachte. Manchmal schlug ein stürmischer, kalter Regen ihn wieder zurück, sodass es schien, als käme er nie wieder und du könntest eine Jahreszeit deines Lebens einbüßen. Das war die einzige wirklich traurige Jahreszeit in Paris, weil sie nicht der Natur entsprach.“  

„Wenn der Frühling kam (…) hattest du nur das eine Problem, wo du am glücklichsten wärest. Das Einzige, was dir den Tag verderben konnte, waren Menschen, und wenn du Verabredungen aus dem Weg gehen konntest, waren die Tage grenzenlos. Begrenzt wurde das Glück nur von Menschen, ausgenommen die sehr wenigen, die so gut, wie der Frühling selbst waren.

 So beschreibt Hemingway autobiografisch sein Leben in Paris. Umbedingte Leseempfehlung!

Das zweite Buch, welches ich im Januar bereits gelesen habe, spielt nicht in Frankreichs Hauptstadt der 1920er, sondern in verschiedenen Ländern in der heutigen Zeit. In Boarderlines erzählt Andreas Brendt vom seinem Leben, welches, nach einem Urlaub im Bali eine einzige große Reise ist. Infiziert vom Surf – Virus und voller Sehnsucht nach der großen weiten Welt muss sich Andreas der Frage stellen, was er aus seinem Leben machen möchte. Surfnomade und Reisender, immer die Freiheit, aber auch das Risiko und die Einsamkeit im Gepäck? Oder eine Managerkarriere, Familie und Sicherheit. Oder ist vielleicht beides möglich?

„Wer mir einen nachvollziehbaren Grund nennen kann, erwachsen zu werden, bekommt sämtliches Gold der Welt, einen Oscar in allen Kategorien und wird sei gleichzeitig in die Hölle verbannt.“

Auch wenn ich deutlich mehr Komfort auf Reisen benötige und mich Wellenreiten zwar fasziniert, es aber nicht mein Leben bestimmt, kann ich jeden Satz von Andreas nachfühlen. Die ewige Frage, ob die große Freiheit oder das sichere Leben dass sind, was ich will und brauche. Ich will beides und weiß nicht wie. Andreas Mut und seine Lebenseinstellung haben mich tief beeindruckt und ich warte gespannt auf eine Fortsetzung.

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Mit Back to Blood von Tom Wolfe habe ich mir, aufgrund der Empfehlung eines Uniprofessors, einen 750 Seiten dicken Wälzer vorgenommen.

„Herzlich Willkommen in Miami, wo die Spanisch sprechenden Kubaner mittlerweile die Mehrheit der americaons, immer noch das Geld haben. In einer bissigen Satire taucht Tom Wolfe ein in eine Stadt, die prototypisch ist für ein Amerika im Wandel, und szeniert genüsslich und fesselnd den amerikanischen Traum.“

Der Kallpentext klingt spannend, bisher konnte ich mich aber leider noch nicht aufraffen.

Die Regenbogentruppe von dem indonesischen Autor Andrea Hirata ist im Gegensatz zu Back to Blood mit gerade mal rund 250 Seiten ein relativ kurzer Roman und weiteres Buch, das ich für den Jahresanfang ausgewählt habe. Es spielt auf der kleinen indonesischen Insel Belitung.

„Wenn der Morgen auf der Insel östlich von Sumatra graut, kann weder Hitze noch Krokodile sie aufhalten: Die Schüler der »Regenbogentruppe«, Söhne und Töchter von einfachen Fischern und Minenarbeitern. Keiner von ihnen will auch nur eine einzige Unterrichtsstunde verpassen. (…) In seinem autobiographischen Roman eröffnet uns Andrea Hirata tiefe Einsichten in ein zerrissenes Land – seine Heimat Indonesien.“

 

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