Schönes Colombo: Sightseeing Tipps für Colombo, Sri Lanka

Sri Lankas einziger internationaler Flughafen ist der Bandaranaike Airport, der etwa eine Stunde von Colombo, der Hauptstadt Sri Lankas, entfernt liegt. Landet man dort hat man die Wahl: Verbringt man die erste Nacht in Negombo, einer Kleinstadt, die direkt an den Flughafen grenzt, oder reist man weiter nach Colombo. Wir haben uns für Colombo entschieden und haben zu Anfang unseres Aufenthalts zwei und zu Ende unseres Aufenthalts noch einmal drei Nächte in der Hauptstadt verbracht. Hier unsere Sightseeing Tipps für Colombo.

“Wir mussten in die Hauptstadt Sri Lankas, da wir unsere Visa verlängern mussten”, “Nach zwei Tagen sind wir weitergereist – mehr wollten wir uns nicht antuen”, “Wenn du dir Colombo nicht antun musst, lass es lieber sein”- Aussagen wie diese habe ich, glücklicher Weise nachdem wir Colombo kennengelernt haben, auf verschiedenen Blogs gelesen. Lediglich unser Lonely Planet, der uns auf unserer Reise oft weitergeholfen hat, empfiehlt Colombo eine Chance zu geben. Das haben wir getan und wir finden: Colombo ist eine tolle Stadt. Und für mich persönlich war sie definitiv eine der Highlights unseres Sri Lanka Trips. Aus diesem Grund ist dieser Beitrag nicht nur ein Guide mit Sightseeing Tipps für Colombo, sondern auch eine kleine Liebeserklärung and die Hauptstadt Sri Lankas. Gebt ihr eine Chance – ihr werdet es nicht bereuen!

Colombo, Sri Lanka: Eine Stadt im Umbruch

Sri Lanka ist ein relativ kleines Land. Daher wundert es nicht, dass auch die Hauptstadt übersichtlich ist. Tatsächlich haben wir Colombo im Vergleich zu anderen asiatischen (Haupt-) Städten als sehr übersichtlich, ordentlich und sauber empfunden.

Und außerdem als Stadt im Aufbruch. Neben vielen traditionellen Restaurants, Gebäuden und Frauen in Saris (den traditionell singhalesischen Gewändern) entstehen hier moderne Einkaufszentren, Restaurants und mehr.

Hinkommen: Vom Bandaranaike Airport nach Colombo

Der Bandaranaike International Airport ist relativ klein und übersichtlich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten von dort in die Hauptstadt Sri Lankas zu kommen. Entweder ihr nehmt eines der vielen Taxen, die vor dem Airport warten. Dabei solltet ihr unbedingt den Preis verhandeln und nicht über LKR 3.000 (20 Euro) zahlen. Deutlich günstiger wird es mit einem Uber. Hier zahlt man, je nach Tag und Fahreraufkommen LKR 1.200-1.800 (6-9 Euro). Einige Unterkünfte bieten auch Airport Transfers an, die meist aber deutlich teurer sind. Es gibt auch einen öffentlichen Bus, der allerdings etwas tricky zu finden ist.

Solltet ihr euch für den Bus entscheiden (er befindet sich angeblich ganz links am Ende des Flughafens – wir haben ihn selbst nicht genutzt), kommt ihr am Busbahnhof von Colombo an, an dem ihr in ein Tuk Tuk umsteigen könnt. Der Bus ist mit knapp LKR 100 (0,60€ p.P.) günstig. Das ab Busbahnhof kostet euch, je nach Hotellage und Verhandlungsgeschick aber auch nochmal ein paar Euro, weshalb ich definitiv ein Uber ab Flughafen vorschlagen würde.

Sightseeing Tipps für Colombo Tuk Tuks in colombo

Ankommen: Hotels & andere Unterkünfte in Colombo

Apropos Hotel: Die Auswahl an Unterkünften in Colombo ist groß und es ist für jedes Budget etwas dabei. Wir haben in Colombo in drei unterschiedlichen Unterkünften gewohnt.

Hotel 1: Renuka City Hotel – Unsere erste Anlaufstelle in Colombo. Das Renuka City Hotel ist ein wenig in die Jahre gekommen, ist vom Preis-Leistungsverhältnis aber durchaus ok. Ein Pluspunkt ist der Zimmerservice, den wir nach Ankunft gegen 22 Uhr gerne in Anspruch genommen haben.

Hotel 2: Lavonca Boutique Hotel – Erst Ende 2018 eröffnet war das Hotel bei unserem Besuch im Februar 2019 noch relativ neu. Die Zimmer top, Frühstück lecker und der kleine Pool auf dem Dach ein Highlight. Weiterer Pluspunkt: Die zentrale Lage. Vom Preis-Leistungsverhältnis definitiv mein Colombo Favorit.

Hotel 3: Marino Beach Colombo – Für unsere letzten beiden Nächte haben wir uns mit dem Marino Beach Hotel das teuerste Hotel während der ganzen Sri Lanka Reise gegönnt. Die Zimmer sind groß und schick und der Pool auf dem Dach ist ein kleines Highlight. Davon abgesehen ist das Marino Beach Hotel natürlich sehr viel anonymer als jedes Homestay. Nach einem Monat fanden wir das aber auch mal ganz schön.

Weitere Hotels in Colombo findet ihr hier.

Marino Beach Hotel Colombo zimmer

Rumkommen: Durch die Stadt und Weiterreisen

Ist es nicht zu warm kann man in Colombo einiges zu Fuß erledigen. Davon abgesehen eignen sich sowohl zum herumkommen als auch zum Sightseeing in Colombo Tuk Tuks. Die kleinen Autorikschas kann man überall an den Straße einfach anhalten. Der Preis ist Verhandlungssache. Grundsätzlich soll man mit LKR 50 (0,25 Euro) pro Kilometer rechnen, wobei das bei uns nie hinkam und wir schlussendlich mit LKR 100 (0,50 Euro) pro Kilometer völlig fein waren. Wer keine Lust auf Preisverhandlungen hat, kann auch die Uber App nutzen. Auch hier kann man Tuk Tuks buchen, den Preis ist vor Buchung einsehbar.

Wer von Colombo weiter durchs Land reisen möchte, kann entweder einen Zug ab Colombo Fort nehmen (das Kartennetz ist etwas kompliziert, am besten einfach beim Ticketverkauf den Zielort nennen und Ticketpreis und Gleis erfragen. Selbst die teuren Tickets in der besten Klasse kosten nicht mehr als ein paar Euros), einen Fahrer in der Unterkunft erfragen oder einfach mit einem (Tuk Tuk) Fahrer auf der Straße einen Preis verhandeln. Fahrten bis zu einer Stund kann man bequem im Tuk Tuk zurücklegen, darüber hinaus empfehle ich ein Auto.

Sightseeing Tipps für Colombo

Den ersten Tag in Colombo haben wir erst einmal genutzt um uns zu Akklimatisieren, im Land anzukommen und einige Besorgungen zu erledigen. Für letzteres würde ich Colombo ganz besonders empfehlen, denn im restlichen Land gibt es relativ wenig Shopping Möglichkeiten. Mehr über Shoppingmöglichkeiten in Colombo erfahrt ihr hier. Und sonst? Hat jedes Stadtviertel seinen eigenen Charme. Hier die besten Sightseeing Tipps für Colombo.

Pettah – Das Basarviertel

Pettah ist das älteste Viertel Colombos und das Basarviertel der Stadt. Hier ist viel los und die engen Gassen erinnern mit ihren Verkaufsständen ein wenig wie ein bunter Ameisenhaufen. Ein guter Ausgangspunkt um das Leben der Einheimischen kennenzulernen.

Cinnamon Garden – Das Nobelviertel

Cinnamon Garden ist das Gegenteil von Pettah und das “Nobel-Viertel” von Colombo. Hier kann man entspannt durch die Straßen schlendern und einige tolle Restaurants, Museen, Galerien und Boutiquen entdecken – die dann allerdings entsprechend teuer sind. Direkt an das Viertel grenzt der Viharamahadevi Park. Hier kann man super entspannen und eine Pause vom Großstadttrubel einlegen. Hin und wieder kann man dort auch auf Elefanten treffen, die bei Zeremonien in der Hauptstadt mitwirken.

Fort und Kollupitiya – Die Viertel im Umbau

Während der Kolonialzeit ein Fort und heute ein Mix aus Kolonialzeitbauten und modernen Gebäuden. Neben dem Hafen und dem President’s House wird hier momentan viel gebaut. Ähnlich sieht es im angrenzen Viertel Kollupitiya aus. Kollupitiya ist außerdem der Geschäftsbezirk mit vielen Unternehmen, Shops und Hotels.

Mount Lavinia – Das Viertel am Meer

Wer keine Lust mehr auf den Großstadtrummel hat, kann einen Stop in Mount Lavinia machen. Mit der Bahn braucht man von Colombo Fort lediglich zwanzig Minuten. In Mount Lavinia gibt es verschiedenste Hotels, kleine Strandcafés und natürlich einen Stand. Der fällt aber, verglichen mit anderen Stränden in Sri Lanka eher bescheiden aus.

Sightseeing in Colombo

Sicherheit und Verhaltensregeln in Colombo

Bereits hier habe ich darüber gesprochen, was mir an Sri Lanka weniger gut gefallen hat. Ein großer Punkt ist dabei der Stand der Frau in Sri Lanka. Besonders in den weniger touristischen Regionen, zu denen Colombo gehört, sollte man einige Regeln beachten. Vorweg: Mir ist nirgendwo etwas passiert. In einigen Situationen habe ich allerdings unangenehme Blicke (und auch Geräusche) gespürt. Aus diesem Grund, und weil nahezu jede Frau in Sri Lanka so gekleidet ist, würde ich in Colombo auf den Straßen lange, luftige Hosen oder Röcke und T-Shirts oder Shirts, die über die Schultern gehen wählen. Davon abgesehen habe ich mich aber in Colombo zu jeder Zeit wohl und vor allem sicher gefühlt.

Restaurants und Cafés in Colombo

Die Touristenzahlen in Colombo wachsen und die Stadt wird langsam aber sicher moderner: Das spiegelt sich auch in immer mehr Essensmöglichkeiten wieder. Hier ist wirklich für jeden etwas dabei. Einige unserer Favoriten:

King of the Mambo

Graze Kitchen

Kaema Sutra

Flamingo House

Paradise Road The Gallery Cafe

AYU

Momo’s by Ruvi

Botanik Bistro & Roof Top Bar

Hast du weitere Sightseeing Tipps für Colombo, Restaurant oder Hotel Tipps für Colombo?

Warst du auch schon in Colombo und hast weitere Tipps? Hast du noch Fragen zu Colombo? Dann schreib mir doch einen Kommentar!

Mehr zu Sri Lanka findest du übrigens hier.

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7 comments

  1. Liebe Jana,

    ich bin sehr froh, dass ich deinen Bericht über Colombo gefunden habe. Ich war mittlerweile mehrmals in Sri Lanka und auch in der Stadt und habe mich dort jedes Mal wohlgefühlt. Deinem Vergleich zu anderen Hauptstädten in Südostasien kann ich nur zustimmen. Wenn man sich vorurteilsfrei auf die Stadt einlässt wird man sich dort aller Wahrscheinlichkeit nach auch wohl fühlen.

    Beste Grüße

    1. Lieber Martin,

      vielen Dank für dein Feedback! Ich freue mich sehr, dass jemand meine Meinung teilt. Ich glaube Colombo wird von vielen einfach unterschätzt! Nicht so idyllisch wie der Rest vom Land, nicht so hip wie andere Metropolen… Aber eben auf seine eigene Weise ganz besonders.

      Liebe Grüße

  2. Sri Lanka steht für nächstes Jahr auf unserer Liste. Wir sind noch nicht sicher ob wir Colombo nun besuchen werden oder nicht. Da wir nur 2,5 Wochen Zeit haben ist unsere Route relativ eng. Nach deinem Beitrag tendiere ich aber doch zu einem Ja.

    1. Liebe Kathi,

      bei 2,5 Wochen würde ich auch schauen, was in die Route passt. Vielleicht findest du in den anderen Beiträgen ja noch ein paar Anregungen. Falls am Ende noch 1-2 Nächte übrig sind und ihr einem Stadtaufenthalt grundsätzlich nicht abgeneigt seid: Go for it!

      Ich wünsche euch eine schöne Reise!

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