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A Summer’s Tale Festival in Luhmühlen

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Werbung | A Summer’s Tale Festival ist für mich das zweite Festival in diesem Jahr und war eine Last Minute Idee. Das Line Up, die hübschen Plakate, die mir schon seit Monaten immer wieder in der Stadt und auch auf meinen Social Media Kanälen begegnen und auch die Neugierde auf ein etwas „anderes“ Festival sorgten dafür, dass wir für einen Tag nach Luhmühlen fuhren. 

„Für mich ist das der perfekte Kurzurlaub. Besser als zwei Wochen im Süden“, lese ich auf einem Flyer, den ich irgendwo eingesteckt habe, als wir uns auf dem Weg zum Festival befinden. Entspannung. Ruhe. Leichtigkeit. Irgendwie genau das, was ich gerade brauche. Und nach meiner Festivalerfahrung vom Hurricane bin ich diesmal so gut ausgestattet, dass ich tatsächlich auf alle Festivaleventualitäten vorbereitet wäre. Desinfektionszeug. Feuchte Tücher. Alles da. Gebraucht hätte ich das alles übrigens nicht. Für ein Festival ist das A Summer’s Tale nämlich ziemlich sauber und luxuriös. Seife & Klopapier? Kein Problem!

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Und entspannt: Tatsächlich ist schon der Einlass ist entspannt. Natürlich gelten auch hier Sicherheitsvorschriften. Anders als bei vielen Festivals dürfen hier aber Taschen und Rucksäcke mitgebracht werden. Und auch Kinderwägen.

A Summer’s Tale – Ein Festival für alle

Und die Möglichkeit nutzen viele. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so viele Kinder auf einem Haufen gesehen habe. Gefühlt bei jedem dritten Festival Besucher handelt es sich um eine kleine Familie.

Vielleicht liegt es an dem weitläufigen Gelände, vielleicht an dem guten Kinderprogramm und vielleicht auch an den #PositiveVibes, die hier tatsächlich irgendwie fühlbar sind: Auch bei den kleinsten ist die Stimmung gut. Ich habe nicht ein Kind weinen oder grummeln sehen. Und obwohl es mich nicht betrifft, finde ich die Idee super. Egal ob Hurricane oder RaR, Deichbrand oder Wacken… Mit Kindern ist das alles nicht der richtige Ort. Und die Vorstellung, dass man, sobald man Kinder hat nur noch „Eltern“ ist, finde ich sowieso irgendwie unheimlich.

A Summer’s Tale – Natur erleben

Und dann ist da noch dieses Naturding. Bevor ich nach Hamburg gezogen bin habe ich immer mehr oder weniger ländlich gewohnt. Die Großstadt fand ich vor allem am Anfang hin und wieder anstrengend. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Aber als wir da so zwischen den Bäumen und der Heide entlang laufen fällt mir auf, wie weit wir in der City doch eigentlich von der Natur entfernt sind. Und nicht nur wir, sondern die meisten Stadtmenschen.

A Summer’s Tale Festival – Food, Food, Food

Ich bin ein totaler Foodie und mit gutem Essen bekommt man mich eigentlich immer. Dafür ist beim A Summer’s Tale reichlich gesorgt. Verschiedene Foodtrucks verkaufen Essen aus der ganzen Welt. Und natürlich bleibe ich beim Inder hängen. Und beim italienischen Gnocchi Stand. Beim Raclette aus der Schweiz. Und bei leckeren Waffeln, die mit Marshmellos und weißer Schokolade verziert werden. Dazu gibt es den leckeren Weincocktail „Green Cadet“ von Mouton Cadet, Fritz Cola und Alster mit Summer’s Ale. Trinkwasser darüber hinaus übrigens kostenlos. 

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A Summer’s Tale – Workshops & Activities

Das A Summer’s Tale bietet so viele verschiedene Aktivitäten und Workshops an, dass wir gar nicht wissen, wo wir anfangen sollen. Yoga, Makramee Schmuck, Kochen, WWF Vorträge, Kanutour, Thai Chi, Siebdruck… Da man sich für die meisten vorher hätte anmelden müssen lassen wir sie für diesen Tag aus und hören stattdessen einer Didgeridoo/ Beatbox Band zu, die wirklich ziemlich gut sind. Schlendern über den Designmarkt und ich kaufe mir ein Erinnerungs-Siebdruck-Poster und einen Sternzeichen Anhänger, weil sich das gerade irgendwie gut anfühlt.

Wir halten beim Globetrotter Zelt, wollen unbedingt einen Lamzac kaufen. Restlos ausverkauft. Also bleiben wir noch ein bisschen auf den Ausstellungsstücken vor dem Zelt liegen. Ich entdecke eine kleine Leseecke und bleibe dort ein wenig hängen. Dann: „Zwei um die Welt – In 80 Tagen ohne Geld“. Zwei Brüder, die ohne Geld (dafür aber mit dem Auswandererprogramm von Vox ;)) um die Welt gereist sind erzählen, was ihnen unterwegs so passiert ist.

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Das Gegenteil von Gut ist Gut Gemeint. Oder? Ein paar Gedanken

[one-third-first]Ich finde solche Geschichten spannend. Bewundernswert. Aber sie machen mich auch Nachdenklich. Wir sind in Europa so privilegiert, reisen zu können. Für den Großteil der Menschen ist es absolut unvorstellbar das eigene Land jemals zu verlassen. Wir aber könnten, wenn wir das wirklich wollten, so viel ansparen, dass wir problemlos einmal rum kämen. Ist es dann wirklich richtig, sich via Couchsurfing von Sofa zu Sofa zu schnorren? Sich Flüge von Fremden bezahlen zu lassen? Die Gastfreundschaft der Menschen auszunutzen? Und von einer indischen Familie zum Dinner eingeladen zu werden ist sicherlich eine schöne Sache. [/one-third-first]
[one-third]Vielleicht sogar ein Marmeladenglasmoment. Ein „Once in a Lifetime Ding“. Aber ist es wirklich fair, von den ärmsten Menschen zu nehmen, anstatt zu geben? Es ist übrigens nicht nur diese Art des Reisens, die mich nachdenklich stimmt. Es ist diese ganze Öko Bubble, die in den letzten Monaten auf Social Media und auch in der realen Welt entsteht. Und hier auch zu Gast ist. Diese Bubble, die vom realen Leben des Großteils der Gesellschaft so unendlich weit entfernt ist und sich doch für das Maß aller Dinge hält. Und dann aber doch nur soweit geht, wie es selbst gerade ins Leben passt. In ihrem Bereich aber missionieren will und keine andere Meinung gelten lässt.  [/one-third]
[one-third]Na klar: Man kann nicht die ganze Welt auf einmal retten. Problematisch wird es aber, wenn man anfängt, andere zu bevormunden und zu verurteilen. Aber hier fühlt sich das alles nicht so an. Die Frage nach der Moral wird während des Vortrages tatsächlich angerissen. Und, zumindest kurz, vernünftig diskutiert. Wie bei den meisten Dingen hat jeder seine eigene Sichtweise. Wunderbar, wenn man auch die der anderen akzeptiert. Und auch mit meinem Butterchicken darf ich neben Vegetariern sitzen, ohne dass ich mich unwohl fühle. Ich habe das Gefühl, dass es hier nicht ums profilieren geht, sondern darum wirklich seinen Beitrag zu leisten. Das finde ich wunderbar. [/one-third] [clearfix]

A Summer’s Tale – Singer, Soungwriter, Bands & DJs 

Trotzdem ist ja auch das A Summer’s Tale eigentlich ein Musikfestival. Und auch die gabs reichlich. Ich kam vor allem wegen Mando Diao, Passenger und Belle & Sebastian. Und verliebte mich dann direkt noch ein bisschen in Jonathan Jeremiah und Gisbert zu Knyphausen. Klar: Mal abgesehen von Mando Diao (die mich leider, um ehrlich zu sein ein kleines bisschen enttäuscht haben) alles keine harte Rockmusik. Dafür aber Gänsehautmomente. Ich höre mich außerdem immer noch durchs Line Up da ich viele der Acts, gerade die kleineren, gar nicht kannte. Neue Musik kennenlernen. Schön ist das.

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A Summer’s Tale Festival – Meine Playlist 

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A Summer’s Tale Festival – Wirklich ein Sommernachtsmärchen?

Ich mag große Veranstaltungen, ich mag Lärm und Bier find ich auch ganz cool. Aber ganz ehrlich: Wenns um Festivals geht, war ich schon immer mehr der Typ Hotelzimmer maximal Camper. Das ist keine Altersfrage, sondern vermutlich eine der Einstellung.

Während wir auf Mando Diao warten läd mein Handy an einer Aufladestation, die mit Solarzellen betrieben wird. Nebenan ist der Campingplatz. Die Wege zu den Zelten sind mit Holzspänen ausgelegt und über den Zelten hängen Ballonlampen aus Papier. So gemütlich! Ich ertappe mich bei dem Gedanken, dass ich mich gleich gerne in so ein Zelt kuscheln würde.

Dann Mando Diao, und ehrlich gesagt, das erste Mal, dass ich wirklich ein bisschen (Rock) Festival Feeling habe. Endlich wird’s ein bisschen lauter. Und ja: Ein ganz kleines Bisschen hat das vorher gefehlt. Aber damit kann ich jetzt gut leben. Und morgen würde es ja rockig weiter gehen. Würde es… Aber um kurz nach zwölf ist Schluss. Zumindest für uns. Wir laufen am Campingplatz vorbei zurück zum Auto und die Ballonlampen leuchten jetzt wie kleine Glühwürmchen über den Zelten. Irgendwie fast ein bisschen magisch.

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Welches Festival nun mein Favorit ist? Kann ich nicht sagen. Zum einen , weil Hurricane und A Summer’s Tale verschiedener kaum sein könnten. Das Hurricane groß, laut und hat ein riesiges Line Up. Reißt einfach mit und ist beeindruckend. Das A Summer’s Tale relaxed, unaufgeregt und, man kann es nicht sagen, irgendwie einfach wunderschön. Zum anderen, weil es unfair wäre. Die Hurricane Planung war (meinerseits) chaotisch und stressig bis zur letzten Sekunde und das Wetter war, für Hurricane Verhältnisse zwar durchaus annehmbar, aber, um ehrlich zu sein: Kalt und regnerisch. A Summer’s Tale war ein entspannter Ausflug an einem rund herum perfekten Sommertag. Ich wusste welche Bands ich sehen will und konnte mich genau darauf freuen.

Und manche Dinge muss und kann man auch gar nicht werten. Für 2019 habe ich mir einfach schon einmal beide im Kalender vorgemerkt. Mehr Infos zum A Summer’s Tale gibt es übrigens hier

Was sagt ihr? Seid ihr eher die klassischen Festivalgänger oder könnte das A Summer’s Tale Festival auch für euch etwas sein? 

Jana Kalea

Jana ist Reise- und Lifestylebloggerin, Fotografin, Online Marketing Expertin und Generalistin. Hin und wieder ist sie in ihrer Wahlheimat Hamburg anzutreffen. Viel lieber ist die geborene Rheinländerin aber unterwegs. Am liebsten da, wo es warm ist. Natürlich immer mit Kamera und Macbook.

  1. Ich hab‘s in deinen Stories verfolgt und fand das Festival ganz wunderbar! Also zumindest von dem Eindruck her, den du auch hier beschreibst. Etwas lauschiger und vor allem: Anders! Gemütlicher irgendwie, näher an der Natur, kreativer. Aus dem „klassischen“ Festival-Alter bin ich irgendwie schon wieder raus. Aber das A Summer‘s Tale könnte wirklich was für mich sein.
    (Ich bin übrigens auch eher der Festival-Hotelgast… :D)

    Liebe Grüße,
    Mira

    1. Jana Kalea says:

      Genau so hat es sich für mich angefühlt. 🙂 Du kannst es nächstes Jahr ja mal ausprobieren. Es gibt ja auch Tagestickets. Und wenn es dann doch nicht dein Ding sein sollte, hast du nicht so viel „verloren“. Aber ich glaube auch nicht Festivalmenschen fühlen sich dort wohl.

  2. Anne says:

    Das hört sich wirklich schön an. Ich habe deinen Besuch wir auch Mira via Instagram verfolgt und muss sagen, dass ich mir vorstellen könnte vorbeizuschauen, wenn mein kleiner etwas älter ist.

    LG
    Anne

  3. Ulrike says:

    Ich hatte noch überlegt hinzugehen, da Freunde die da waren eine Karte übrig hatten. Jetzt ärgere ich mich sehr dass ich abgelehnt habe. Nächstes Jahr werde ich mir vormerken. 🙂

  4. Pauline says:

    Was für ein unglaublich schöner Beitrag. Man spürt so richtig, dass es dir auf dem Summer’s Tale gefallen hat. Deine Gedanken über das Reisen und Nachhaltigkeit im allgemeinen finde ich spannend und inspirierend. Gerne mehr davon. Das Festival merke ich mir auf jeden Fall mal. Vielen Dank für diesen schönen Beitrag.

    Liebste Grüße
    Pauline <3

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