BOOK REVIEW: EIN KRIMI, EIN KLASSIKER & MEHR

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Kleidung, Taschen, Schuhe, Make Up und sogar Technik Equipment. Die Wahrheit ist, ich shoppe alles gerne. Es gibt allerdings kaum einen Shop in dem ich so viel Zeit verbringen kann, wie in einem Buchladen. Ich liebe es Neuerscheinungen zu entdecken und durch Klassiker zu stöbern. Mit Büchern ist es manchmal wie liebe auf den ersten Blick. Wenn mich Cover oder Titel fesseln, wandert ein Buch schon einmal direkt in meine Einkaufstasche. Oftmals überfliege ich aber auch locker zwanzig bis dreißig Klappentexte, bevor ich mich entgültig für den Kauf eines Buches entscheide. Ausführliche Buchrezensionen lese ich allerdings eher selten. Aus diesem Grund stelle ich euch heute auch nicht nur ein, sondern gleich vier Bücher vor, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Ein Krimi, ein Klassiker, ein Frauen- bzw. Jugendroman und ein Ratgeber. Für jeden etwas.

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BOOK REVIEW: GIRL ON THE TRAIN – Paula Hawkins

Irgendwie hat der Anblick von Fremden, die daheim in Sicherheit sind, etwas Tröstliches.

Dieses Buch war ein “In-letzter-Sekunde-am-Flughafen-Kauf”. Daher ging ich ohne große Erwartungen an die Story. Vorweg: Die ist erfrischend anders, als die meisten anderen Thriller. Die Hauptfigur Rachel ist Alkoholikerin und obwohl das Buch in weiten Teilen aus ihrer Perspektive geschrieben ist, ist es während des Lesens teilweise nicht leicht, sich mit ihr zu identifizieren. Die Tiefgründigkeit  und Beweggründe für ihre Handlungen werden erst am Ende klar. Unerwartet, anders und trotzdem ab absolut spannender Psychothriller. Wer keine Lust auf Lesen hat, kann sich die Geschichte auch ansehen. Die Verfilmung lief vor einigen Wochen, mit Emily Blunt in der Hauptrolle, im Kino.

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BOOK REVIEW: ANNA KARENINA – Lew Tolstoj

Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.

Den ersten Satz aus Tolstojs Anna Karenina fand ich schon immer interessant und ansprechend. Weiter hatte ich bisher nicht gelesen.

Ab und zu nehme ich mir vor, einen Klassiker zu lesen. Hauptsächlich weil ich es interessant finde, wie sich Sprache, Ansichten und Werte mit der Zeit verändert haben. Und vielleicht auch ein bisschen, weil es sehr gebildet und weltgewandt klingt zu erwähnen, man lese gerade Kafka, Shakespeare oder Goethe. Alle drei finde ich übrigens sterbenslangweilig. Dafür liebe ich Jane Austen, die Bronte Schwestern und Hemingway. Mein absolutes Lieblingsbuch ist außerdem “Vom Winde verweht”. Das alles lässt darauf schließen, dass ich einen leichten Hang zu tragischen Liebesgeschichten aus dem letzten Jahrhundert habe. Dennoch stand Anna Karenina bestimmt fünf Jahre in meinem Regal, bis ich vor einiger Zeit danach griff. Es ist einfach ein sehr dickes Buch und Tolstoj gilt doch eher als schwere Kost. Anna Karenina ließt sich jedoch überraschend flüssig. Einige Szenen, Gespräche und Handlungen ziehen sich zugegebenermaßen ziemlich in die Länge. Insgesamt habe ich aber wenige Bücher gelesen, deren Charaktere mich so gefesselt haben, wie es hier der Fall ist. Definitiv eine Option für lange Winterabende.

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BOOK REVIEW: FINDING AUDREY – Sophie Kinsella

Sophie Kinsella’s Bücher waren, neben Harry Potter, die ersten, die ich auf Englisch gelesen habe. Wedding Night, The Undomestic Goddess, Twenties Girl und die Shopperholic Reihe. Alles sogenannte Chicklit Bücher, die literarisch nicht ansprechend, aber dafür einfach, kurzweilig und unterhaltsam und somit beste Poollektüre sind. Da es in Indonesien wenig bis gar keine Bücherläden mit Englischen Büchern gibt, war ich froh, als ich das Buch im Supermarkt entdeckte.

Die Hauptfigur Audrey verlässt niemals ihr Haus. Auch im Haus trägt sie stehts eine dunkle Sonnenbrille. Augenkontakt mit Menschen, auch mit ihrer eigenen Familie, macht ihr Angst. Im Laufe des Buches wird klar, dass sie in der Schule gemobbt wurde, was bei ihr eine Art Angststörung, gekoppelt mit einer Depression, ausgelöst hat.

Bei dem Buch handelt es sich, anders als bei Sophie Kinsellas anderen Büchern, um ein Jugendbuch. Das fällt beim Lesen auf. Dennoch ein schönes Buch, das ein brandaktuelles, wichtiges Thema und eine ernstzunehmende Krankheit anspricht, welche heutzutage auch bei Jugendlichen, keine Seltenheit mehr ist.

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BOOK REVIEW: NICE GIRLS STILL DON’T GET THE CORNER OFFICE – Lois P. Frankel

Mistake 12: Waiting To Be Given What You Want
Mistake 53: Letting People Waste Your Time
Mistake 118: Believing That Others Know More Than You

Nice Girls still don’t get the corner office beschreibt 133 typische Fehler, welche Frauen immer wieder im Berufsalltag machen und gibt Coaching Tips, die dabei helfen sollen das Verhalten in den jeweiligen Situationen zu verbessern. Natürlich macht nicht jeder alle Fehler, aber in der ein oder anderen Situation kann sich sicherlich jede Frau (und auch jeder Mann) wiederfinden. Ein Buch, was ich wirklich empfehlen kann.

Das Thema Frauen in der Berufswelt treibt mich schon länger umher. Nicht, weil ich feministisch aktiv bin und für Frauen keine Chancen in der Arbeitswelt sehe, sondern vielmehr, weil ich an mir und auch an anderen Frauen immer wieder Verhaltensweisen entdecke, welche der beruflichen Selbstverwirklichung im Wege stehen. Einen ausführlichen Artikel hierzu habe ich, im Zusammenhang mit Sheryl Sandbergs Buch LEAN IN hier verfasst.

 

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Was lest ihr zur Zeit so? Ich freue mich über Buchempfehlungen, egal welches Genre. 

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12 comments

  1. Von “Girl on the Train” war ich auch begeistert. Anna Karenina steht schon ewig auf meiner Liste. Ich habe es mir jetzt direkt mal bestellt. Bin gespannt ob ich mich motivieren kann den dicken Wälzer zu lesen. 🙂

  2. Ich war gerade in London und habe mir die Reisezeit dorthin mit “Nussschale” von Ian McEwan vertrieben. Aus London habe ich zwei Bücher mitgebracht und bin schon ganz neugierig auf “I’m travelling alone” von Samuel Bjork und “The Muse” von Jessie Burton.
    LG Sonja

    1. Von Ian McEwan wollte ich auch schon immer mal ein Buch lesen. Auch so etwas, was ich bisher leider nicht geschafft habe. Kommt auf meine Liste. 🙂

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