Mallorca Travel Guide 2017

Mallorca wird oft unterschätzt und ebenso oft mit gerümpfter Nase betrachtet. Denn die größte der Baleareninseln gilt seit Jahren als Deutschlands siebzehntes Bundesland. Wer jung oder Schlagerfan ist, kommt zum Party machen an die Platja de Palma, den Ballermann. Familien verbringen möglichst stress- und ereignisfreie Tage in All Inclusive Hotels in Can Picafort, Cala Millor oder Cala Ratjada. Und wer genug Geld hat, der leistet sich eine schicke Finca mit Grundstück, irgendwo dazwischen. Soweit die   Vorurteile. Aber Mallorca ist so viel mehr! Bereits hier gab es einige Impressionen. Jetzt folgt der komplette Mallorca Travel Guide 2017.

Mallorca Travel Guide 2017: Palma – Kleine Metropole mit Lieblingsstadt- Potential

Eine meiner Lieblingsorte auf der Insel ist und bleibt Palma. Die Stadt fühlt sich für mich irgendwie genau richtig an. Keine Millionen-Metropole, aber definitiv alles vorhanden, was man so zum Leben braucht. Rund 500.000 Einwohner leben in Palma und damit über die Hälfte der Inselbevölkerung.

Gerade in den Sommermonaten lohnt es sich natürlich an die Stadt zu verlassen um am Strand in der Sonne zu liegen. Zwei oder drei Tage könnte man aber sicherlich auch damit verbringen Palma zu erkunden, denn es gibt so viel zu entdecken!

Für den ersten Besuch bietet es sich an an der Kathedrale zu starten, sich rechts des Passeig des Born zu halten und durch die vielen kleinen Gassen über den Plaça Mayor bis zum Plaça de España vorzuarbeiten. Zwischendrin gibts unzählige kleine Cafés, Boutiquen und Restaurants. Außerdem ein Must Do: Den Mercat de l’Olivar besuchen.

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Mallorca Travel Guide 2017: Roadtrip – Einmal quer über die Insel

Wer seine Zeit nicht nur in Palma oder am Strand verbringen will, für den ist ein Mietwagen fast unumgänglich. Den gibts schon ab 5€ pro Tag, z.B. über Mietwagen Check. Pro Tipp: Das Kleingedruckte in den Vertragsbedingungen sollte man nicht überlesen. Denn sonst kann es nachträglich teuer werden. Wer ganz sicher gehen will kann auch über den ADAC oder Europe Car buchen. Ich selbst hatte aber auch bei regionalen Vermietern nie Probleme. Auf ein Navi kann man auf Mallorca übrigens verzichten, denn die Straßenführung und Beschilderung ist so eindeutig, dass man sich kaum verfahren kann. Mallorca ist nicht übermäßig groß, so dass eigentlich alles innerhalb von höchstens zwei Autostunden erreichbar ist.

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Mallorca Travel Guide 2017: Sierra de Tramuntana – Romantik in den Bergen

Während ich früher überhaupt kein Fan von Bergen war, finde ich wandern heute eigentlich ganz entspannt. Wer das vorhat, sollte jedoch definitiv nicht den Hochsommer wählen, sondern auf die kühleren Frühlings- und Herbstmonate ausweichen.

Die südliche Westküste von Mallorca ist nicht dicht besiedelt, die einzigen Ortschaften sind Banyalbufar und Estellencs, die hauptsächlich vom Wandertourismus leben. Auf den kurvenreichen Straßen, die in die beiden Bergdörfer führen ist man nicht selten ganz alleine unterwegs. Und auch im Dorf angekommen ist keine Spur von Massentourismus zu sehen. Das mag daran liegen, dass sowohl die Einwohner- als auch die Bettenanzahl für Touristen übersichtlich sind. Estellencs hat etwa 350 Einwohner und nicht mehr als 500 Gästebetten. Das macht den Aufenthalt entspannt. Ein großes Unterhaltungsangebot und ausschweifendes Partyleben sollte man jedoch nicht erwarten – dafür aber, wenn man denn will, echte Einblicke in das Leben der Mallorquiner. Auch Sandstrand sucht man an der Westküste vergeblich. Dafür gibt es immer wieder Badebuchten mit Kieselstrand oder Felsen, von denen man direkt ins glasklare Wasser springen kann.

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Mallorca Travel Guide 2017: Volle Strände – Leere Buchten

Apropos Strand: Von wunderschönen breiten Sandstränden muss ich euch nichts erzählen. Die gibt es nämlich in jedem Reiseführer. Zur Nebensaison wunderschön, zur Hauptsaison leider oft überfüllt. Wer auch auf Sand verzichten kann, sollte deshalb unbedingt auch den Buchten Beachtung schenken, die ohne Sand glänzen. So zum Beispiel die Cala de Valdemossa, Cala Degos, Port des Canonge oder Cala Llamp. Alle sind an der Westküste gelegen und eher mäßig besucht. Für einen ganzen Tag auf dem Strandhandtuch nur bedingt geeignet. Für einen Stopover, eine Abkühlung oder einfach als tolles Fotomotiv aber umso mehr!

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Mallorca Travel Guide 2017: Valldemossa

Valldemossa wurde vor allem durch Frederic Chopin bekannt, der dort einige Jahre gelebt hat. Zugegeben: Mein Interesse an Chopin hält sich in Grenzen. Valldemossa ist trotzdem einen Besuch wert. Abgesehen von den verwinkelten Straßen und den typisch mallorquinischen Häusern ist die Temperatur dort immer um ein paar Grad kühler, als im Rest der Insel. Aus diesem Grund befand sich hier die Sommerresidenz des mallorquinischen Königs. Wer genug von Valldemossa hat fährt die Küstenstraße entweder Richtung Norden weiter nach Soller oder Richtung Süden, über Banyalbufar, Estellences und Andratx zurück nach Palma.

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Mallorca Travel Guide 2017: Mallorca zur Hauptsaison – Please Don’t

1.Erwarten, dass ganz Mallorca ein Paradies für trinkfreudige Pauschaltouristen ist.

Abseits der bekannten Partymeilen kann davon nicht die Rede sein. Und selbst der Ballermann ist nicht das, was einige aus ihm machen. Vor einigen Jahren habe ich einige Monate auf Mallorca gearbeitet und an der Platja de Palma gelebt. Grund genug noch einmal dort vorbeizuschauen. Und mal ehrlich: So schlimm, wie von der breiten Masse behauptet wird, ist es dort nicht. Natürlich: Rund um den Balneario 6 dominieren Partytouristen das Bild. Die anderen Strandabschnitte, besonders 9-15 werden aber, ähnlich Cala Pi, Cala d’Or oder Cala Ratjada hauptsächlich von Familien und anderen Pauschalurlaubern besucht. Verändert hat sich hier in den letzten fünf Jahren nicht viel, nur der Alkohol wurde vom Strand verbannt. Trotz allem ist die Platja rund um den Ballermann 6 immer noch gut besucht und wer auf der Suche nach Entspannung ist, sollte sich unter Umständen in anderen Ecken umschauen.

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2. Routen aus Reiseführern und Insider Tipps von Travel Bloggern glauben.

Nach einigen Stunden an der Platja de Palma sehnten wir uns nach Ruhe. Grund genug für uns zum Strand Es Trenc zu fahren. Hier wird das berühmte Mallorca Salz abgebaut. Das und die Tatsache, dass Es Trenc in 2017 wirklich in jedem Reiseführer und auf jedem Reiseblog erwähnt wird, hätte uns vielleicht erahnen lassen können, dass wir am Ende der Salzwiesen sicherlich keinen leeren Strand vorfinden. Dass gegen Es Trenc die Platja die Palma wie ein verlassener Strandabschnitt wirkt, hätten wir aber wirklich nicht erwartet. Pauschaltouristen findet man hier nicht, dafür aber so ziemlich jeden anderen. Dass auf Mallorca gerade ein Feiertag war und zu den Touristen nun auch noch einige Einheimische dazukamen, machte die Lage vermutlich nicht besser. Trotzdem würde ich Es Trenc, wenn überhaupt früh morgens empfehlen.

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3. Typisch Mallorquinische Küche verpassen

Immer wieder wird betont, dass besonders die Restaurants, die hauptsächlich von Einheimischen besucht werden, die besten sind. Ob das immer zutrifft sei mal so dahingestellt. Was Mallorca angeht, muss ich allerdings zustimmen. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass die mallorquinische Küche meinen Geschmack trifft.

Gerade in weniger touristischen Gegenden findet man auf der Karte oft ganz schlicht “Desayunar” (dt. Frühstück), das meist aus ein einer Tasse Kaffee, einem Orangensaft und einem Croissant besteht. Auf das Frühstück folgt gegen mittag ein Baguette, dass ganz einfach aus Weißbrot mit Belag besteht. Einfach, aber richtig gut!mallorca travel guide 2017 desayunar

Traditionell wird Abends, wie überall in Spanien, lange und ausgiebig gegessen. Typisch mallorquinische Küche ist ländlich geprägt und bodenständig. Obwohl Tapas ursprünglich nicht zu der mallorquinischen Küche gehörten, wurden sie irgendwann vom Festland adaptiert. Google, Tripadvisor & Co. helfen bei der Restaurantsuche. Aus eigener Erfahrung kann ich in Palma die l’Ambigú Tapas Bar, das Quina Creu Tapas & Restaurant und La Botana empfehlen. Außerhalb Palmas fand ich das Son Borguny in Banyalbufar super und für alle, die es doch auf die Partymeile verschlägt, das Restaurante Bar Andaluz in s’Arenal.

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9 comments

  1. Wunderschöner Beitrag, ich finde Mallorca auch sehr schön und bin eigentlich schon fast regelmäßig dort. Werde mir deine Tips auf jeden Fall mal ansehen.
    Hab eine schöne Woche ?
    Lg Sandra

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