Reisen mit Hund: 8 Tipps für einen entspannten Urlaub

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Für viele ist ein Hund nicht einfach nur ein Haustier, sondern ein Familienmitglied. Und auch ich könnte mir ein Leben ohne Emmi nicht mehr vorstellen. Ganz klar also: Wenn ein Urlaub oder eine Reise ansteht, müssen die Vierbeiner mit! Aber beim Reisen mit Hund sollte man einige Dinge beachten. Da Emmi mit ihren mittlerweile fast drei Jahren schon die ein oder andere Reise unternommen hat, habe ich meine besten Tipps zum Reisen mit Hund hier einmal für euch zusammengefasst.

Reisen mit Hund – Tipp Nr. 1: Einreisebestimmungen und gültige Schutzimpfungen

Innerhalb Deutschlands können Hunde problemlos mitreisen. Verlässt man das Land jedoch, sollte man sich rechtzeitig über die Einreisebestimmungen im Urlaubsland informieren. Sowohl die gültigen Schutzimpfungen, als auch  Parasitenbehandlungen, Leinen- und Maulkorbpflicht können von Land zu Land variieren. Insbesondere über Schutzimpfungen sollte man sich bereits einige Monate vor Abreise gründlich informieren. Das geht sowohl beim Tierarzt, als auch beim Auswärtige Amt. Egal ob im In- oder Ausland: Den Heimtierausweis sollte man, für etwaige Notfälle, immer dabei haben.

Reisen mit Hund – Tipp Nr. 2: Reisen in der Box – die Komfortzone immer mit dabei  

Um Hunden das Reisen und den Aufenthalt in der unbekannten Umgebung einfacher zu machen, ist  es sinnvoll, ihn im Voraus an eine Box zu gewöhnen. Emmi hat so eine Box seit ihrer Welpenzeit und da sie schon damals ihr Rückzugsort und anfangs auch Schlafplatz war, liebt sie die Box heiß und innig. Legt man sie noch mit einer Decke oder einem getragenen Kleidungsstück, das den Duft von zu Hause verbreitet aus, fühlen sich die meisten Hunde sicher und geborgen.

Wird die Box extra für die Reise angeschafft, sollte man sie schon vor Reiseantritt einige Tage in der Wohnung aufstellen, damit sich der Hund mit ihr vertraut machen kann. Es ist wichtig, dass er die Box positiv verknüpft. Sollte er sich nicht von selbst annehmen, können ein paar dort platzierte Leckerlis Wunder wirken.

Boxen gibt es zum Beispiel hier oder hier oder hier, wobei beim Kauf immer die Größe des Hundes beachtet werden sollte.

Reisen mit Hund – Tipp Nr 3: Auto, Bahn, Bus…

Nicht jeder Hund mag jedes Verkehrsmittel. Emmi hat zum Beispiel kein großes Problem damit, mit einem Speedboot über die Elbe zu rasen. Auto fahren sorgt bei ihr jedoch jedes Mal für Stress. Wenn wir mit Emmi weite Strecken fahren (und nicht gerade das Boot nehmen können ;)), fällt die Wahl meistens auf die Bahn. Aber dieses Entscheidung sollte man abhängig vom eigenen Hund treffen. Ich kenne Hundehalter, die mit ihrem Hund mit dem Auto von Hamburg bis nach Kroatien fahren. Und Herrchen und Hund sind damit absolut fein. Emmi würde das aber (zumindest momentan) so sehr stressen, dass das für uns unmöglich wäre.

Im Auto sollte man darauf achten, dass der Hund ordentlich gesichert ist. Emmi hat ein kleines Autofahrkörbchen inklusive Anschnaller (ihr findet es hier). Manche Hunde fahren auch im mit Gitter gesicherten Kofferraum oder in der eigenen Trasportbox.

Beim Bahn und Bus fahren gibt es, je nach (Bundes-) Land unterschiedliche Richtlinien. So dürfen in Hamburg alle Hunde (bis auf Kampfhunde) an der Leine maulkorbfrei und ohne Ticket mit sämtliche öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. In allen DB Zügen gilt: Hunde bis Hauskatzengröße (wie auch immer die definiert ist, siehe hier) dürfen, so lange sie in einer geeigneten Transportbox sind, kostenlos mitfahren. Für alle anderen gilt: Maulkorbpflicht und der Kauf eines Kindertickets. Näheres zu den Bestimmungen für Hunde hier.

Reisen mit Hund Tipp Nr. 4: …oder doch das Flugzeug? 

Natürlich ist es auch möglich mit Hund(en) in den Urlaub zu fliegen. Das will aber wohl überlegt und gut vorbereitet sein. Bevor es auf einen Langstreckenflug geht, sollte das Fliegen auf einer möglichst kurzen Strecke mit dem Hund ausprobiert werden. Für die meisten Hunde wird diese Situation stressig sein. Stresst das Fliegen euren Vierbeiner zu sehr, sollte man es einfach sein lassen.

Je nach Fluggesellschaft dürfen Hunde, die inklusive Transportbox bis ungefähr 7kg wiegen (ACHTUNG: Hierbei IMMER vorher bei der entsprechenden Fluggesellschaft informieren) in der Kabine fliegen. Hunde, welche die Gewichtsgrenze überschreiten müssen in den Frachtraum. Bei den meisten Fluggesellschaften handelt es sich dabei um ein eigenes Abteil, in dem ausschließlich die Lebendfracht transportiert wird. Sie stehen dabei also nicht zwischen Koffern und Co. Und trotzdem: Sogar dem selbstbewusstesten Hund wird diese Situation nicht unbedingt geheuer sein.

Auf dem Weg zum Flugzeug ist es laut, zugig, die Hunde sitzen alleine in ihrer Box. Im Flugzeug ist es eng, dunkel und laut (lauter als in der Passagierkabine!). Und irgendwann hebt das Flugzeug ab. Auch ohne Turbulenzen wird es ruckeln und unterm Strich sollte man sich die Frage stellen: Ist ein Flug mit Hund unter diesen Bedingungen für einen Urlaub wirklich notwendig? Wer sich dennoch dafür entscheidet sollte sich vor Flugantritt mit dem Tierarzt absprechen und über eventuelle Beruhigungsmaßnahmen und auch die Fütterungszeiten in den letzten 24h vor dem Flug nachdenken.

Tipp: Sollte ein Flug in die USA anstehen, kommen auch große Hunde in der Kabine mit. Unter der Vorraussetzung, dass sie Psychotherapeutische Assistenzhunde sind. Dafür reicht in der Regel ein Schreiben eines Psychologen aus, der bescheinigt, dass der Hund für eure psychische Verfassung unabdingbar ist. Aber auch hier gilt meiner Meinung nach: Das sollte nur dann geschehen, wenn es wirklich unabdingbar ist und es zum besten (für den Hund) ist.

Reisen mit Hund – Tipp Nr 5: Hundefreundliche Hotels & Unterkünfte

Nicht in allen Hotels sind Hunde gern gesehene Gäste. Es gibt aber immer mehr Hotels, Ferienwohnungen und andere Unterkünfte, die Hunde akzeptieren und sogar ein paar richtige Hundehotels. Dass auch in diesen Hotels einige Regeln eingehalten werden müssen, sollte klar sein. So kann es zum Beispiel sein, dass Hunde auch in einem hundefreundlichen Hotel den Frühstücksraum nicht betreten dürfen. Dass sich andere Hotelgäste außerdem über stundenlange Bellkonzerte wenig freuen und das Hotelzimmer trotz tierischem Bewohner nicht verdreckt zurück gelassen werden darf, sollte klar sein.

Wir waren mit Emmi schon in einigen Hotels zu Gast. Hier ein paar meiner Favoriten:

Reisen mit Hund – Tipp Nr. 6: Hundefreundliche Aktivitäten 

Der Urlaubsort steht, ihr freut euch auf Strand, Nichtstun, viel Essen und die Seele baumeln lassen… Aber Moment mal? Worauf freut sich euer Vierbeiner? So menschlich uns unsere Hunde manchmal auch vorkommen mögen: Es bleiben Hunde. Und das heißt, dass euern Hund weder ein reiner Strandurlaub, noch ein stressiger Citytrip, noch ein anderes anstrengendes, volles Programm wirklich begeistern wird. Deshalb gilt: Wer mit Hund in den Urlaub fährt, muss den Urlaub an den Hund anpassen.

Und bestenfalls nicht nur an einen Hund ansich, sondern auch an die individuellen Bedürfnisse des eigenen Hundes. Denn während ein Citydog mit dem ein oder anderen Städtetrip gut leben kann, wäre ein Hund, der auf dem Land lebt und noch nie eine Menschenmasse gesehen hat, vermutlich hilflos überfordert. Und während sich ein Schäferhund über ausgiebige Wanderungen freut, könnte ein kurzatmiger Mops (oder ein fauler Labrador ;)) auch hier an seine Grenzen kommen.

Mögliche Dinge, die ihr vor dem Urlaub, je nach Destination checken sollet.

  • Ist dein Hundestrand vorhanden?
  • Wie sieht es mit der Leinenpflicht in der Destination aus? Sollte ich eventuell eine Schleppleine mitnehmen?
  • Ist es im Urlaubsland gängig, dass Hunde mit in Restaurants dürfen?
  • Gibt es Krankheiten/ Parasiten vor denen ich meinen Hund intensiver schützen sollte (z.B. Zecken, Sandflöhe etc.)
  • Kann ich vor Ort Futter für meinen Hund nachkaufen oder muss ich es von zu Hause mitnehmen?

Reisen mit Hund Tipp Nr. 7: Reisen mit Hund: Hilfsmittel und Reise Accessoires 

Auch der entspannteste Hund kann auf Reisen und in unbekannten Situationen nervös werden. Neben einer passenden Box gibt es einige Hilfsmittel und Gadgets, die Hund und Herrchen oder Frauchen das Reisen erleichtern.

Reisen mit Hund Tipp Nr. 8: Vielleicht doch ohne Hund? 

Nicht nur hier auf dem Blog und den zugehörigen Social Media Kanälen, sondern auch über Emmis eigenen Instagramkanal @sheltieemmi habe ich mittlerweile viele Hundehalter und Meinungen zum Thema Urlaub mit Hund kennengelernt. Für viele ist die Vorstellung, ohne den geliebten Vierbeiner in Urlaub zu fahren, gar kein richtiger Urlaub.

Dennoch sollte man hier nicht nur auf die eigenen Gefühle schauen, sondern ganz realistisch und je nach den individuellen Plänen und vor allem nach dem individuellen Hund schauen: Tue ich meiner Fellnase wirklich etwas Gutes damit, sie mitzunehmen? Zwei Wochen Sommerurlaub in Spanien klingt für uns Zweibeiner paradiesisch. Aber hat dein Hund daran auch so viel Spaß?

Jeder Hund ist anders und was Emmi schön findet, ist für euren Hund vielleicht das absolute Grauen – und andersherum. Aus diesem Grund sollte man von seinem eigenen Hund nicht auf andere schließen und im Zweifelsfall einfach getrennt Urlaub machen.

reisen mit hund im hotel

Mehr über Emmi und Hundethemen findet ihr übrigens hier. Urlaubs- und Reiseziele mit Hund gibt es vor allem in der Deutschlandkategorie

Kommen eure Vierbeiner mit in den Urlaub oder kümmert ihr euch lieber um eine alternative Betreuung? 

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5 comments

  1. Emmi ist so eine süße Maus! Unser Familienhund hat früher immer Urlaub bei den Nachbarn gemacht. Mittlerweile fahren wie sowieso nicht mehr alle zusammen weg. Dieses Jahr besucht er uns für zwei Wochen, was super ist, weil ich ihn schon sehr vermisse. Aber Vollzeit ist ein eigener Hund einfach nicht drin! F

    Alles Liebe
    Kathrin

    1. Das klingt super! Und Vollzeitjobs sind mit einem Hund tatsächlich oft schwer zu vereinbaren; besonders wenn der Hund nicht mit kann. Aber so ein Feriengast ist ja auch was schönes. Und vielleicht klappts ja irgendwann mit einem eigenen Hund. Ich drücke die Daumen. 🙂

  2. Ohne Hund in Urlaub zu fahren kommt für uns nicht in Frage. Man lässt ja auch nicht seine Kinder zuhause. Wer unbedingt so wegfahren will das der Hund nicht mitkann sollte sich keinen anschaffen!!!!

    1. Liebe Iris,

      vielen Dank für deine Meinung. Das sehe ich absolut nicht so. So lange der Hund einen gute Betreuung hat, sollte das in der Regel kein Problem sein. Es sei denn natürlich, man möchte das nicht, was auch total in Ordnung ist.

      Ein Hund und Kinder sind meiner Meinung nach immer noch ein Unterschied. Und auch Eltern dürfen und sollten sich die Freiheit nehmen, auch mal ohne ihre Kinder wegzufahren. Spätestens im Teenageralter sind gemeinsame Urlaube, soweit ich mich erinnere sowieso nicht mehr en vogue. 😉

      Schönes und vor allem entspanntest Wochenende dir!

  3. Oh ist der lieb! Wir selbst sind ja “Team Katze”, aber die Schwiegereltern haben einen Hund – der wird als richtiges Kind angesehen, sprich ohne den Hund würden sie niemals irgendwohin fahren 😀

    Alles Liebe, Katii

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