Hurricane 2018 – 5 Erkenntnisse nach dem ersten Mal

Werbung. Sobald die letzte Band gespielt hat und noch bevor die Bühnen abgebaut und der Kater so richtig verwunden ist, kann man sich schon aufs nächste Mal freuen. Denn auf der Hurricane Page gibt es die Early Bird Tickets für das nächste Jahr. Ich habe mich immer gefragt, wer denn so früh, ohne das Line Up zu kennen, sein Ticket kaufen möchte. Nach dem Hurricane 2018 verstehe ich es.

Meine Festival Erfahrung beschränkte sich zuvor auf einen, etwas verunglückten, Versuch für rund zehn Jahren und auch meine besuchten Konzerte kann man an zwei Händen abzählen. Ich mag Musik. Aber wenn live, dann eher kleinere Bands und Songwriter, die in kleineren Clubs, Kneipen oder Hallen spielen. Klar bin auch in hin und wieder ein bisschen Groupie (früher mehr als heute), aber mehrere hunderte Euro für eine Band auszugeben, die irgendwo in einer riesigen Halle für eine Stunde spielt? Irgendwie war ich dafür bisher immer zu geizig.

Umso toller, dass es Festivals gibt. Denn hier gibt es so viel mehr, als nur eine Band. Und auch wenn ich nur zwei von drei Tagen des Hurricane 2018 mitnehmen konnte, hat es sich definitiv gelohnt.

1. Nicht nur die Musik, sondern das Feeling macht es aus 

Festival, das ist etwas anderes als ein “einfaches” Konzert. Klar gehts hier um die Musik. Klar hat man auch hier seine Acts, die man unbedingt sehen will. Aber es geht mindestens genauso viel um die Musik im Ganzen, um das Drum herum und das Feeling. Und das springt irgendwie auf einen über.

2. Keine Blogger & Influencer Bubble, sondern echte Menschen 

Natürlich sind Influencer genauso echt Menschen, natürlich sind auch gestellte Instagram Bilder schön anzusehen und natürlich ist das Coachella Festival toll. Und ob du nun deine Fotos vom Hurricane schick bearbeitest und Chucks, Bier, Bands und Bühnen in Szene setzt, oder eben Blumenschmuck und Glitzer, macht, rein realitätstechnisch auch keinen großen Unterschied. Der Unterschied ist nur: Coachella und das, was die Influencer Szene daraus macht, ist ein einziges Sehen und Gesehen werden. Das Hurricane (und vermutlich die meisten deutschen Festivals) ist anders. Es ist völlig egal was du (an) hast oder wer du bist. Zumindest für den Großteil. Und das macht es richtig entspannt.

3. Richtig tolles Essen & ein bisschen Luxus

Ich gehe auf ein Festival und was lobe ich? Natürlich Essen und Luxus! Ich war aber tatsächlich positiv überrascht. In meiner Erinnerung bestand ein Festival tatsächlich aus Bier und Dosenravioli. Bier gab es natürlich. Aber eben auch alles andere. Burritos, Käsespätzle, Pizza und viele weitere Food Trucks.

Und auch wenn eingefleischte Festival Camper jetzt sicherlich die Nase rümpfen: Festival und Hotel, das ist eigentlich eine ganz gute Kombi. Oder eben Festival und Camper, Festival und Wohnmobil oder Festival für einen Tag und Abends die Heimreise antreten. Für mich zumindest. Denn auch wenn sich das Wetter in diesem Jahr wirklich gut gehalten hat kann ich mir ungefähr vorstellen, wie es sich anfühlen muss, in einen, vom Regen nassen und kalten Schlafsack zu klettern, keine Ruhe zum schlafen zu finden und am nächsten Tag für eine kalte Dusche anstehen zu müssen.

4. Harte Rocker & solche, die es werden wollen 

Überhaupt kann ich diese Einstellung, dass man auf Festivals mindestens drei Tage lang nicht duschen und auf gar keinen Fall etwas anderes als kaltes Essen und Dosenbier zu sich nehmen darf, absolut nicht verstehen. Denn, was mich auch überrascht hat (und mir spätestens bei Betrachtung des Line Ups hätte klar sein müssen): Hurricane, das ist eigentlich gar nicht (mehr) so viel Rockfestival. Stattdessen irgendwie alles, quer durch die Genres gemischt. Eben für jeden etwas. Da könnte man doch auch das Hotelzimmer und die Dusche gelten lassen. Oder?

5. You’ll never walk alone… oder? 

Wie war es nun, alleine auf dem Hurricane? So wirklich kann ich das nicht sagen, denn die Firestone Crew war ja mit dabei. Definitiv etwas anderes, als alleine mit Auto und Zelt zum Festival zu fahren. Trotzdem habe ich den ein oder anderen Act alleine gesehen. Und das war richtig gut.

Bands/ Acts die ich gesehen habe:  

Madsen

The Kooks

Biffy Clyro

Wanda

Angus & Julia Stone

James Bay

Kraftklub

Moonbootica

Und auf der Firestone Stage: 

Killing Strings

Deeper than Fear

Blackout Problems

The Nasty Royals

Bands/ Acts die ich leider verpasst habe: 

Billy Talent

George Ezra

Boysetsfire

Prinz Pi

Highlights

Biffy Clyro & der spontane Gig von Deeper than Fear am Firestone Bully

Nächstes Jahr wieder? Vielleicht! Dieses Jahr zum Deichbrand? Wir werden sehen. 😉 

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12 comments

  1. Ach wie cool, wir waren auch da und haben uns sogar ein paar Gigs an der Firestone Stage angeschaut. Wie schade, hätte ich das gewusst hätte ich kurz hallo gesagt. Für mich war es übrigens schon das dritte Mal in Folge. Hurricane macht süchtig!

  2. Hallo Jana!

    Ich bin ja ehrlich gesagt nich nie auf einem Festival gewesen. Allerdings klingt dein Bericht so, dass auch ich Gefallen an einem Festivalbesuch finden könnte 😉 Und einige Bands hätten mir auch definitiv gefallen!

    Liebe Grüße!
    Lisa 🙂

  3. Hey,

    ich war noch nie auf einem Festival, daher war der Beitrag für mich sehr interessant um das Gefühl dafür zu bekommen. Klingt nach einem echt schönen Erlebnis. 🙂

    Hoffe, du hast weiterhin so eine tolle Zeit.

    Lg
    Steffi

    1. Auf jeden Fall. Und wenn man sich ein bisschen Luxus dazu gönnt, ist es auch für Menschen die nicht die typischen Festivalgänger sind absolut ok.

  4. ohh da werden Erinnerungen aus meiner früheren Jugend wieder wach 😀
    es gab eine Zeit in meinen frühen 20ern, da war ich jeden Sommer non-stopp auf Festivals! auch auf dem Hurricane – und der Name hat auch damals schon bestens zum Wetter gepasst 😉

    das sind eben Erinnerungen, die immer bleiben!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

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